Die Vertriebler ließen es in Budapest so richtig knallen, <br> Quellen: Getty Images

Die Vertriebler ließen es in Budapest so richtig knallen,
Quellen: Getty Images

AWD-Gründer Lange lud zur Sex-Party in Budapest ein

Der Gastgeber ist ermittelt: Kai Lange, Schwager von Carsten Maschmeyer und seinerzeit Vertriebsdirektor bei der HMI, lud zur Sex-Orgie nach Budapest ein. Lange gründete 1988 den AWD, wo er bis 1995 im Unternehmen verblieb. 1999 stieg er dann bei der HMI ein. Seit 2008 arbeitet Lange bei Formaxx, wo er den Berliner Vertrieb leitet.

Als Vertriebsdirektor bei der HMI erfand Lange den Top-Five-Club für die erfolgreichsten Vertriebler. Mitglieder konnten sich auf Bonusreisen freuen. Die Sex-Reise nach Budapest war eine solche Top-Five-Veranstaltung.

Die Einladung und seine eigene Teilnahme an der Abendveranstaltung in der Gellert-Therme bestätigte Lange gegenüber dem Handelsblatt. Er sei sich keiner Schuld bewusst und habe von den Prostituierten erst aus der Zeitung erfahren.

Er selber habe den ganzen Abend im Bereich der Diskothek verbracht. Die Antwort auf die Frage, wer für die Anwesenheit der Prostituierten verantwortlich war, bleibt Lange gegenüber dem Handelsblatt schuldig. Die Ergo-Versicherung, der die HMI mittlerweile gehört, untersucht derzeit die Vorgänge rund um die Sex-Orgie. Die Versicherung will den Fall komplett aufklären und schließt auch eine strafrechtliche Verfolgung der damaligen Verantwortlichen nicht aus.

Torsten Oletzky, Chef der Ergo-Gruppe, äußert gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“, dass die Party in Budapest 83.000 Euro gekostet habe. Die Veranstaltung sei in jedem Fall „ein grober Fehler“ und schon damals „ein krasser Verstoß“ gegen die Unternehmensregeln gewesen. „Es entbehrt jeglicher Grundlage, einen Zusammenhang zwischen den Ereignissen in Ungarn mit der damaligen und bereits 12 Jahre zuvor beendeten Tätigkeit bei AWD herzustellen. Es ist sehr bedauerlich, dass AWD in der Berichterstattung in diesen Zusammenhängen genannt wird“, sagt Béla Anda, Pressesprecher der AWD Holding AG. AWD distanziere sich "aufs Schärfste" von den geschilderten Vorgängen.

Sex-Party der HMI: Zehn Twitter-Reaktionen zum Schmunzeln.

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