Die Tatsache, dass die deutsche Wirtschaftsleistung zum Staatshaushalt im Verhältnis 10 zu 1 steht, zeigt, dass die Politik zwar nicht zaubern kann. Wohlstandsverluste sind unvermeidbar. Auch der Immobilienmarkt dürfte - zumindest temporär – einen Dip machen. Wer Existenzsorgen hat, wird keine Muße für den Kauf von Häusern oder Wohnungen haben. Die Tatsache, dass ein Immobilienmakler in meiner Nachbarschaft den zweiten Samstag in Folge im Garten gesessen hat, ist symptomatisch.  

Dennoch sollte der Staat jetzt über seinen Schatten springen und auch mit möglichst viel Staatsverschuldung das Schlimmste verhindern. Wäre es wirklich dramatisch, wenn die Staatsverschuldung von aktuell unter 60 Richtung 80 Prozent springt? Ich bin alles andere als ein Stabilitäts-Hallodri. Aber wer heute zu wenig tut, kommt morgen vielleicht zu spät.

Deutschland ist in puncto Verschuldung ohnehin privilegiert. Unsere Kreditzinsen sind negativ, wir verdienen also Geld mit Schulden und die EZB kauft uns diese auch noch ab. Es gibt Schlimmeres. Das ist ein Luxusproblem.

Es ist falsch, die aktuellen Zustände in die Zukunft fortzuschreiben

Die schlechten Virus- und Wirtschaftsmeldungen werden zunächst anhalten. Doch es wird auch kein Dauerzustand bleiben. Besserung tritt dann ein, wenn das Virus wie in Asien mehr und mehr seinen Lauf nimmt und auch bei uns die Immunisierung steigt. Dann wird auch der ökonomische Lockdown allmählich aufgehoben, was die Stimmung in Wirtschaft, Bevölkerung und an den Aktienmärkten nachhaltig steigen lässt.

Bleiben Sie gesund! Glück auf!