Bafin-Chefin Elke König

Bafin-Chefin Elke König

Bafin-Chefin: Devisen-Manipulationen schlimmer als Libor-Skandal

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Der Libor-Skandal hat bereits zu Strafen von rund 6 Milliarden Dollar geführt. Die Vorwürfe hinsichtlich der Devisen- und Edelmetall- Benchmarks “wiegen besonders schwer, denn solche Referenzwerte basieren – anders als Libor und Euribor – typischerweise auf realen Transaktionen in liquiden Märkten und nicht auf Schätzungen der Banken”, erklärte König.

Am Mittwoch hatte die Finanzaufsichtsbehörde mitgeteilt, sie untersuche den Sachverhalt hinsichtlich der Devisenhandels- Referenzwerte. Sie folgte damit ähnlichen Schritten von Behörden in den USA, Großbritannien und der Schweiz. Die Aufseher versuchen herauszufinden, ob sich Händler bei den größten Banken der Welt abgesprochen haben, um WM/Reuters-Raten zu manipulieren. Diese werden von Vermögensverwaltern genutzt, um den Wert von Anlagen in verschiedenen Währungen zu bestimmen.

“Dass dieses Thema in der Öffentlichkeit so hohe Wellen schlägt, ist verständlich”, sagte König weiter. “Gerade der Finanzsektor ist abhängig vom Vertrauen der Allgemeinheit darauf, dass er leistungsfähig ist und dabei ehrliche Arbeit leistet. Die zentralen Referenzwerte schienen über jeden Zweifel erhaben – und nun steht der Verdacht im Raum, sie seien manipuliert worden.”

Die Bafin hat auch Mitarbeiter der Deutschen Bank befragt - als Teil von Untersuchungen zu möglichen Manipulationen von Gold- und Silberpreisen, wie Bloomberg aus informierten Kreisen erfuhr.

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