Felix Hufeld (r.) und Fred Wagner beim corona-gerechten Ellenbogengruß: Der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) stellte sich den Fragen des Professors für Versicherungsbetriebslehre an der Universität Leipzig. Da die Sendung im Juni aufgezeichnet wurde, gibt es darin kein Statement zum aktuellen Fall Wirecard. | © Finanzplaner TV GmbH Foto: Finanzplaner TV GmbH

Bafin-Präsident Felix Hufeld

„Es wird nicht jeder Lebensversicherer schaffen“

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Im ersten Teil seines etwa anderthalbstündigen Video-Interviews mit Felix Hufeld fragt Fred Wagner unter anderem nach den Aussichten auf steigende Zinsen. Denn mit den jüngsten staatlichen Krisenfinanzierungen und Schuldenaufnahmen, um die Corona-Pandemie abzufedern, dürfte die schon lange währende Niedrigzinsphase langfristig erhalten bleiben. Das drohe manche Versicherer hierzulande zu überfordern, erwartet der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin).

Daher fragt der Leipziger Assekuranz-Professor Wagner, wie es um Deutschlands Lebensversicherer unter dem EU-Aufsichtssystem Solvency II steht: „Müssen wir uns nicht doch ernsthaft Sorgen machen? Und müssen wir uns nicht noch mehr Sorgen um die Altersversorgung bei Pensionskassen und Versorgungswerke machen, die ohne die Solvency II-Regulierung viel weniger Kapitalvorsorge betrieben haben?“ Hufeld erklärt, welche Maßnahmen die Bafin hierzu vorgesehen hat.

Nachhaltigkeit bei Versicherungen

Außerdem geht es in dem Video-Interview darum, was die Bafin unter Nachhaltigkeit versteht. Wie löst die deutsche Finanzaufsicht das Problem der vielen verschiedenen Definitionen und den damit verbundenen Interpretationsansätzen der Unternehmen? Und wie steht die Bafin zur Möglichkeit, nachhaltige Investments zum Beispiel mit geringeren Eigenmittelanforderungen zu fördern? Letzteres lehnt der ehemalige Exekutivdirektor der deutschen Versicherungsaufsicht entschieden ab.

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