Die Bafin greift bei der Raiffeisenbank Plankstetten durch und setzt einen Sonderbeauftragten für den Vorstand ein. Diese Aufgabe übernimmt Odo Steinmann. Er vertritt die Genossenschaftsbank mit Wirkung zum 1. Juli 2026, wie die Finanzaufsicht gegenüber dieser Redaktion bestätigt. Zuerst berichtete das Handelsblatt.
„Die Bafin hat Herrn Steinmann die Aufgaben und Befugnisse der Geschäftsleitung der Raiffeisenbank Plankstetten übertragen“, sagt Harald Hürter, Pressesprecher der Bafin, gegenüber DAS INVESTMENT. Zu den Gründen äußert er sich nicht. Elmar Weiß und Walter Frank erscheinen im Geschäftsbericht 2025 noch als Vorstände der oberpfälzischen Bank.
Steinmann verabschiedete sich Ende 2024 als Vorstand der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück in den Ruhestand. Er verbrachte 25 Jahre bei der Volksbank, wie er online mitteilte.
Doch folgendem Motto seines Abschiedssongs, das die Volksbank auf ihrem offiziellen Linkedin-Profil teilte, blieb er nicht treu: „Komm lebe, genieß dein neues Glück und geb dein Hemd der Bank zurück. Häng die Krawatte in den Schrank und genieße die Zeit ganz ohne Bank.“
„Solvente und leistungsfähige Bank“, sagt Sonderbeauftragter
„Ich habe eine wirtschaftlich solide, solvente und leistungsfähige Bank angetroffen mit hervorragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, sagte der Sonderbeauftragte Steinmann laut Bloomberg News. Und weiter: „Auffassungsunterschiede gab es zwischen dem Vorstand der Bank und der Bafin zu bankaufsichtlichen Tätigkeiten. Das ist nun zu beheben.“
Ein Blick in den Geschäftsbericht 2025 offenbart: In einer Sonderprüfung forderte die Bankenaufsicht „Anpassungen an die Mindestanforderungen an das Risikomanagement“. Der damalige Vorstand sollte die fraglichen Punkte bis Juni 2026 klären.
