Kryptowährungen Ethereum, Bitcoin und Ripple Foto: WorldSpectrum / Pixabay.com

„Totalverlust möglich“

Bafin warnt vor Krypto-Hype

„Achtung, vergangene Wertentwicklungen sind kein Indikator für die Zukunft ...“, und so weiter – die Hinweise sind in jeder Werbebroschüre, ja sogar unter vielen Charts von Investmentfonds zu finden. Doch der Hinweis gilt nicht nur für sie.

Auch Kryptowährungen wie der Bitcoin als bekanntester Vertreter liefern derzeit teils berauschende Kursgewinne ab. Das ruft die deutsche Finanzaufsicht Bafin auf den Plan. So heißt es in einer aktuellen Mitteilung: „Sie [die Verbraucher, Anm. d. Red.] sollten sich nicht von den in der jüngeren Vergangenheit zu verzeichnenden Preisanstiegen bekannter Kryptowährungen wie etwa Bitcoin, Ether, XRP, Bitcoin Cash und Litecoin blenden lassen.“

Doch die Bafin bezieht sich nicht nur auf die Kryptokonstrukte an sich, sondern auch auf Derivate auf diese Konstrukte, zum Beispiel Contracts for Difference (CFD). Diese – ohnehin sehr mit Vorsicht zu genießenden – Derivate bilden die Differenz zwischen dem Kurs eines Basiswerts (in diesem Fall die Kryptowährung) und einem vorher festgelegten Festpreis ab. Läuft das Geschäft in die falsche Richtung, kann das Geld komplett weg sein und sogar dazu führen, dass man Geld nachschießen muss. Zumal ein CFD zeitlich begrenzt läuft.

So warnt denn auch die Bafin, dass bei Derivaten, aber auch den Kryptowährungen selbst ein Totalverlust möglich ist: „Aus der hohen Volatilität und möglichen Illiquidität von Kryptowerten entstehen Risiken, die sie bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen müssen.“

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