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in Anleihemärkte: Analysen & PrognosenLesedauer: 1 Minute

Bank of Japan Strategiewechsel in Tokio

Die japanische Zentralbank Bank of Japan (BoJ) hatte bislang im Kampf gegen die Deflation durch wiederholte Senkungen des Leitzinses und quantitative Lockerungen Schlagzeilen gemacht. Nun dreht der Wind. Auf der heutigen Sitzung beschloss die Notenbank ein neues Instrument: Das sogenannte Inflation Targeting.

Bei dieser Strategie ist die Kontrolle der Zinskurve der japanischen Staatsanleihen das zentrale Instrument der Geldpolitik. Dabei greift die BoJ nicht wie bisher auf den Kauf der Staatsanleihen zurück, sondern will deren Zinsen steuern. Dies soll vor allem Banken das Leben erleichtern, da diese stark unter den Negativzinsen leiden. Das Ziel der Politik besteht nach wie vor darin, die Inflationsrate auf zwei Prozent zu bringen.

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Welche Wirkung diese Maßnahme zeigen wird, bleibt abzuwarten. Heinz-Werner Rapp, Vorstand und Investmentchef der Analysegesellschaft Feri geht davon aus, dass es infolge der japanischen Geldpolitik zu einer noch stärkeren monetären Verwässerung kommen wird und schließt weitere extreme Schritte wie Helikoptergeld nicht aus.

„Damit bleibt die Bank of Japan auch weiterhin ein wichtiger Gradmesser für die Experimentierfreude der globalen Geldpolitik."

Heinz-Werner Rapp, Vorstand und Investmentchef bei Feri

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