Die Welt der Social Media ist extrem vielfältig. Quelle: Ethority

Die Welt der Social Media ist extrem vielfältig. Quelle: Ethority

Banken setzen auf Social Media

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69 Prozent der Sparkassen arbeiten bereits an kurzfristigen Projekten im Bereich der Social Media.  Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Branchenkompass Kreditinstitute" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut, für die 100 Kreditinstitute befragt wurden.

Bis 2014 wollen insgesamt drei von fünf Banken in wenigstens ein Social-Media-Angebot investieren. So planen 47 Prozent einen Auftritt in einem privaten Netzwerk wie Facebook. Bei den Sparkassen sind es sogar 63 Prozent. An zweiter Stelle folgen geschäftlich genutzte Netzwerke wie Xing oder LinkedIn mit 35 Prozent. Bei den Genossenschaftsbanken planen 53 Prozent einen B2B-Auftritt in den Social Media. Den Kurznachrichtendienst Twitter will bis 2014 etwa jede fünfte Bank nutzen.

Zwei Drittel der Banken planen zudem, Social Media zur Personalsuche und für Personal-Anwendungen einzusetzen. In erster Linie stehen Weiterempfehlungen (76 Prozent) oder die Kommunikation über neue Produkte (63 Prozent) im Vordergrund, aber immerhin knapp die Hälfte der befragten will im Web 2.0 auch Finanzprodukte verkaufen.

„Die Banken stellen sich damit auf die künftige Bedeutung des Social Web für die Kundenkommunikation ein“, sagt Stefan Lamprecht, Senior Executive Manager bei Steria Mummert Consulting.

Zwar spielen Social Media bei der ersten Informationssuche für Bankkunden noch eine untergeordnete Rolle. Lediglich 7 Prozent der Deutschen informieren sich derzeit bei Facebook und Twitter über Bankprodukte. Doch das könnte sich bald ändern: Bei jüngeren Kunden zwischen 18 und 24 Jahren sind Social Media für fast doppelt so viele ein gängiger Informationskanal.

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