Banken-Studie: Faule Kunden sind die treuesten

Banken-Studie: Faule Kunden sind die treuesten

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Eigentlich sind neun von zehn deutschen Bankkunden mit der Bank, bei der sie ihr Girokonto führen, zufrieden. Trotzdem kann sich jeder Vierte einen Wechsel des Girokontos innerhalb der nächsten zwölf Monate vorstellen. Doch nur die wenigsten tun das wirklich.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts You Gov Psychonomics, die  im Auftrag des Verbandes der Sparda-Banken e.V. durchgeführt wurde. Dabei haben die Forscher 1.068 Inhaber eines Girokontos befragt.
Als das größte Hindernis sieht die Hälfte der Befragten den Aufwand, der mit einem Wechsel der kontoführenden Bank verbunden ist. An zweiter Stelle, allerdings mit einem großen Abstand, kommt die Servicequalität: Ein Viertel der Umfrageteilnehmer geben die Bindung beziehungsweise das Vertrauen zu den Mitarbeitern der bisherigen Bank als Grund für ihre Treue an.

Männer und Jüngere sind wechselbereiter

Die Wechselbereitschaft ist bei Männern höher als bei Frauen: 29 Prozent der männlichen Bankkunden können sich einen Wechsel ihres Girokontos innerhalb der nächsten zwölf Monate vorstellen. Bei Frauen ist diese Bereitschaft mit 22 Prozent deutlich geringer ausgeprägt.

Des Weiteren tendieren eher Jüngere als Ältere zu einem Wechsel: Fast jeder Dritte der Befragten im Alter von 18 bis 39 Jahre kann sich einen Girokontowechsel vorstellen. In der Gruppe der 40-Jährigen und älter nur jeder Fünfte.

Den Aufwand rund um den Girokontowechsel sehen eher Jüngere als das größte Hindernis. Von den 18- bis 39-Jährigen Befragten nannten dies 55 Prozent. Von den 40-Jährigen und älter nur knapp jeder Zweite (48 Prozent). Die Bindung zu den Mitarbeitern der bisherigen Bank sehen dagegen mit 28 Prozent die tendenziell eher älteren Befragten, 40 Jahre und älter, als größtes Hindernis. Bei den 18- bis 39-Jährigen ist es nur jeder Fünfte.

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