BdB-Präsident Hans-Walter Peters glaubt an einen Brexit

BdB-Präsident Hans-Walter Peters glaubt an einen Brexit

Bankenpräsident Hans-Walter Peters

„Ich fürchte, dass die Mehrheit für den Brexit stimmen wird“

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Als Hamburger habe er Erfahrung mit Referenden, die anders ausgehen, als es die Mehrheit erwartet hätte, sagte Hans-Walter Peters im Interview mit der Börsen-Zeitung und spielt auf die kürzliche Volksabstimmung in der Hansestadt zur Olympia-Bewerbung an.

Der Präsident des deutschen Bankenverbands BdB macht deutlich: Er glaubt an einen Brexit. In England bestehe ein großes Grundpotenzial an Abneigung gegen Europa. Zusätzlich herrsche überall in Europa derzeit ein antieuropäischer Zeitgeist vor, begründet der BdB-Präsident seinen Standpunkt. Ein britischer Austritt aus der EU zöge Unsicherheit an den Märkten nach sich, allerdings würde das Land vermutlich relativ schnell Freihandelsabkommen mit den EU-Staaten schließen. Das würde die wirtschaftlichen Folgen abmildern.

Insgesamt schätzt Peters die Folgen eines britischen EU-Austritts vor allem für das Land selbst jedoch negativ ein. Der Finanzplatz London würde für europäische Unternehmen an Gewicht verlieren: „Europa“ würde sich für viele Unternehmen auf den Kontinent verlagern.

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