Banker-Umfrage: Überbezahlt? Ach was

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Die Kurzumfrage des Internetportals „Here is the City“ ergibt:

29,9 Prozent gestehen ein, dass ihre Branche im Vergleich zu Krankenschwestern und Lehrer überbezahlt ist.

58,7 Prozent halten einige ihrer Arbeitskollegen oder Chefs für überbezahlt, sich selbst aber nicht.

Lediglich 1,8 Prozent sagen, dass sie sich selbst überbezahlt fühlen.

9,6 Prozent sehen es nicht als ihr Problem an, wie hoch das Gehalt anderer Arbeitsgruppen ist.

„Here is the City“ veröffentlicht auch einige Banker-Aussagen aus der Umfrage:

„Das Ergebnis ihrer Umfrage zeigt doch, dass die breite Masse der Banker das von den Medien gezeichnete Berufsbild nicht teilt. Die meisten verdienen keine sechs- oder siebenstellige Boni jedes Jahr und haben eher routinemäßige Jobs.“

Ein anderer Banker sagte: „Ich arbeite zwölf Stunden am Tag, und zwar in einer knallharten und machohaften Arbeitsatmosphäre. Ich verdiene sicherlich mehr als eine Krankenschwester oder ein Lehrer, aber auch weniger als ein Arzt oder Anwalt. Ich helfe zwar nicht den Kranken oder unterrichte den Nachwuchs, aber ich werde mich deswegen nicht schlecht fühlen. Ich gebe mein bestes in dem Job, den ich habe. Was hilft es, sich mit anderen zu vergleichen? Es wird immer einige geben, denen es besser oder auch schlechter geht als einem selbst.“

„Wir alle wissen doch, dass das Leben nicht fair ist. Wenn es das wäre, hätten wir alle super Jobs, wären komplett gesund und würden ein wunderbares Leben leben. Aber da das nicht so ist, muss jeder aus dem das Beste machen, was er bei Geburt mitbekommen hat.“

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