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Banking, Versicherungen und Altersvorsorge 7 von 10 Verbrauchern wünschen sich Robo-Beratung

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Große Herausforderungen

„Die Nutzer erwarten, dass nahezu alle Transaktionen sich auf dem Niveau bewegen, das sie von Google, Amazon, Facebook und Apple gewohnt sind“, sagt Wunderlich. „Vor allem Banken stellt dies vor enorme Herausforderungen. Für ihre Filialen müssen sie moderne digitale Angebote mit günstigen Standorten kombinieren und zugleich online eine digitale Kundenerfahrung bieten, die sich mit den Tech-Riesen messen kann.“

Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher betrachte die Beziehungen zu ihrer Bank als rein transaktionsbezogen, so Wunderlich weiter. „Um ihre Kunden dauerhaft zu binden, müssen die Banken ihnen auf Basis moderner Technologie maßgeschneiderte, personalisierte Angebote machen, die sie nutzen können, wann, wo und wie immer sie wollen.“

Personalisierte Angebote

Laut der Befragung sind fast zwei Drittel der Verbraucher an personalisierten Versicherungsangeboten (64 Prozent) und Banking-Lösungen (63 Prozent) interessiert, die ihre individuellen Lebensumstände berücksichtigen. Fast die Hälfte der Konsumenten (48 Prozent) wünscht sich Unterstützung durch ihre Bank auch beim Kauf bankfremder Produkte wie einer Immobilie oder einem Auto sowie transaktionsbezogene Dienstleistungen, etwa passende Versicherungsprodukte oder Unterstützung beim Verkauf oder Vertragsschluss.

In den Augen der Verbraucher können die Banken bei diesen wichtigen Entscheidungen unterstützen, indem sie nützliche Informationen auf der Grundlage der individuellen Standortdaten, der Preisbereitschaft und anderer persönlicher Präferenzen liefern.

Daten als Gegenleistung

Im Gegenzug für Vorteile wie kostengünstigere und schnellere Dienste sind die Verbraucher dazu bereit, ihre Daten mit Finanzdienstleistern zu teilen. 67 Prozent weltweit würden ihrer Bank Zugang zu mehr personenbezogenen Daten gewähren. Im Gegenzug zur Weitergabe ihrer Informationen wünschen sich 63 Prozent allerdings mehr Beratungsdienstleistungen und Vorzugsbehandlungen wie etwa eine beschleunigte Kreditgenehmigung oder günstigere Preise.

Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Verbraucher würde ihrem Versicherer Zugang zu personenbezogenen Daten gewähren. 64 Prozent wünschen sich im Gegenzug jedoch individuellere Beratung. Auch hier zeigt sich die konservativere Einstellung deutscher Verbraucher. Hierzulande würden lediglich 58 beziehungsweise 52 Prozent ihren Banken oder Versicherern mehr Daten zur Verfügung stellen, um bessere Angebote zu erhalten.

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