Unternehmensgründer, Jörg Bantleon (Foto: Daniel Hager Photography)

Unternehmensgründer, Jörg Bantleon (Foto: Daniel Hager Photography)

Bantleon Family & Friends

Mehr als 6 Prozent Rendite im Jahr

Die Bantleon-Experten sehen zwar durchaus einen konjunkturellen Abkühlungstrend, allerdings werde dieser von der Geldpolitik der EZB überlagert. „Die Euro-Finanzmärkte erhalten von dieser Seite weiter Rückenwind“, heißt es im Juli-Ausblick der Gesellschaft.

Das auf Anleihen spezialisierte Investmenthaus rechnet mit weiter sinkenden Renditen und einer anhaltenden Nachfrage nach Hochzinsanleihen und Aktien. Die Fondsportfolios bleiben daher im „Risk-on-Modus“. Das heißt, die Quoten für risikoreichere Anlagen werden weitgehend ausgeschöpft.

Bei Bantleon ist die Konjunkturanalyse das Grundgerüst der Fondsstrategien. „Konjunkturzyklen sind die wichtigsten Impulsgeber für die Finanzmärkte“, ist Anlagechef Harald Preißler überzeugt. Auch der Bantleon Family & Friends basiert auf dem Geschick der Marktanalysten.

Der Fonds wurde 2011 aufgelegt, kommt aber erst jetzt in den aktiven Vertrieb. Bisher ist er vor allem mit Geld institutioneller Anleger sowie der Bantleon-Familie und von Mitarbeitern bestückt. „Wir testen neue Konzepte gern vorher mit eigenem Geld“, so Preißler. Der Test ist bestanden: Das Renditeziel von 6 Prozent pro Jahr hat der Fonds seit Auflage übertroffen.

Der Bantleon Family & Friends ist deutlich diversifizierter als andere Mischfonds der Gesellschaft. Die Sicherheitsorientierung steht zwar auch hier ganz oben, und mindestens 50 Prozent stecken stets in bonitätsstarken Anleihen. Es dürfen aber bis zu 10 Prozent High Yields beigemischt werden.

Ende Juni hielt Preißler, der den Fonds im Team managt, 7 Prozent Hochverzinstes. Die Duration des Anleiheportfolios, deren aktives Management wichtiger Bestandteil der Strategie ist, hat er in den vergangenen Monaten sukzessive bis auf 3,7 Jahre erhöht.

Aktienquote: Indizes statt Einzeltitel

Daneben kann Preißler bis zu 40 Prozent in Aktien und bis zu 20 Prozent in Rohstoffe investieren. Während er im Anleihebereich auf Einzeltitel setzt, steuert er die Rohstoff- und Aktienquoten über ETFs, ETCs und Futures. Im Aktienbereich investiert der Fonds global in Indizes.

„Wichtig ist, dass die Indizes sehr liquide sind und wir jederzeit günstig handeln können“, so Preißler. Seit Jahresanfang hat er die Quote dreimal aktiv geändert – sie lag zwischen 10 und 30 Prozent. Zuletzt, Ende Juni, waren rund 25 Prozent Aktien im Portfolio.

Bei Rohstoffen konzentriert sich Preißler auf Industrierohstoffe: „Agrarrohstoffe folgen nicht den Konjunkturzyklen.“ Zurzeit hält er allerdings nur 7 Prozent des Portfolios in besicherten Gold-ETCs. Preißler: „Das ist für uns eine Art Krisenabsicherung.“


Quelle: Bantleon, MMD - Stand: 30. Juni 2014

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