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„Bargeld ist geprägte Freiheit“ Bundesbank protestiert gegen Bargeld-Obergrenzen

Portemonnaie mit Euroscheinen. Mitglied des Bundesbank-Vorstands Carl-Ludwig Thiele fordert eine Beibehaltung von Scheinen und Münzen, Foto: Getty Images
Portemonnaie mit Euroscheinen. Mitglied des Bundesbank-Vorstands Carl-Ludwig Thiele fordert eine Beibehaltung von Scheinen und Münzen, Foto: Getty Images
Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele hat sich in einer Rede für die Beibehaltung von Bargeld ausgesprochen. Auch Obergrenzen für die Barzahlung, wie etwa das Limit von 5.000 Euro, das das Finanzministerium ins Gespräch gebracht hat, hält Thiele für unzulässig. Auf einer Veranstaltung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes in Berlin bezog der Bundesbank-Vorstand vehement Stellung: „Bargeld ist geprägte Freiheit“, zitiert Thiele frei nach Dostojewski. Barzahlung schütze die Privatsphäre der Bevölkerung. Eine Abschaffung des Bargelds mache Menschen „immer gläserner“ und schränke ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmung ein.

Viele Menschen nutzten Bargeld außerdem, um eine Kontrolle über ihre Ausgaben zu behalten. Auch könnten Scheine und Münzen ohne technische Hilfsmittel eingesetzt werden und seien eine praktische Lösung, sollte die Technik einmal ausfallen. Schon Kindern ermögliche es einen Zugang zum Wirtschaftsleben. Traditionell werde Bargeld gerade in Krisenzeiten als Wertaufbewahrungsmittel immer stark nachgefragt. In unsicheren Zeiten hielten Menschen lieber physisch greifbares Geld der Notenbanken in Händen, anstatt Forderungen gegenüber einer Geschäftsbank zu haben, argumentiert Thiele.
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