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David Wenicker, Leiter Privatkundengeschäft Deutschland bei iShares: „Vor allem für institutionelle Investoren ist ein gutes Liquiditätsmanagement von Bedeutung.“ | © BlackRock

Barquote im Portfolio Cash mit Kick

Im Jahr 2018 haben die Schwankungen an den Kapitalmärkten deutlich zugenommen, und auch für 2019 ist mit eher unruhigen Kursen zu rechnen. In Zeiten der Unsicherheit und anhaltenden geopolitischen Spannungen erhöhen viele Investoren die Barquote in ihrem Portfolio. Vor allem für institutionelle Investoren ist ein gutes Liquiditätsmanagement von Bedeutung. Allerdings sollten auch Cash-Anlagen gut durchdacht sein, denn es gibt durchaus Unterschiede. Ein ganzheitlicher Ansatz ist für Cash- und Short-Duration-Investments von Vorteil.

Grundsätzlich lassen sich Cash- und Short-Duration-Anlagen in drei Gruppen unterteilen, mit ansteigendem Risiko. Soweit die Anlagevorschriften und -ziele des Investors nichts Gegenteiliges vorschreiben, wird meist eine Mischung von Anlagen aus allen drei Gruppen genutzt.

Tägliche Liquidität oder taktische Allokation

In der ersten Gruppe finden sich Cash-Anlagen in Reinkultur. Sie umfasst Cash-Anlageprodukte für Investoren, die zwingend Kapitalerhalt und eine tägliche Abrechnung benötigen und typischerweise ausschließlich in Cash oder geldmarktähnliche Instrumente investieren. Fonds aus dieser Gruppe nutzen Investoren aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel für tägliche Liquidität, als operative Barmittel oder um Tagesgelder bei Banken einzulagern.

Anlagelösungen der zweiten Gruppe gehen kleine Durationsrisiken ein. Die Duration kann bis zu 0,5 Jahre betragen. Die Spread-Duration, sprich die zu erwartende Kursänderung einer Anleihe bei einer Veränderung des Risikoaufschlags, kann bis zu einem Jahr betragen. Investiert wird üblicherweise in eine Mischung aus Cash-Instrumenten und Staats- und Unternehmensanleihen. Sie richten sich an Anleger, die beim Kapitalerhalt einen kleinen Spielraum haben und eine begrenzte Kapitalmenge etwas risikoreicher anlegen können. Diese Fonds der zweiten Gruppe können Kunden beispielsweise nutzen, um ihr Cash taktisch arbeiten zu lassen. Hierunter fallen Produkte wie der iShares € Govt Bond 0-1yr UCITS ETF (ISIN: IE00B3FH7618) oder der iShares € Ultrashort Bond UCITS ETF (ISIN: IE00BCRY6557).

Alternativen zum Sparbuch

Die dritte Gruppe der Cash- und Short-Duration-Produkte richtet sich an Anleger, die nach höherer Rendite suchen. Wer die Kapitalerhaltsvorgabe lockerer auslegen und höhere Risiken tolerieren kann sowie einen etwas längeren Anlagehorizont mitbringt, findet Produkte aus dieser Gruppe wahrscheinlich interessanter. Duration und Spread-Duration kann bei diesen Fonds bei bis zu vier Jahren liegen. Eingesetzt werden eher keine Cash-Instrumente, sondern zum Beispiel Unternehmens- und Staatsanleihen. Auch diese Produkte dienen vor allem taktischen Allokationszwecken. iShares bietet zum Beispiel ETFs auf Indizes für kurzfristige Euro-Staats- oder Unternehmensanleihen wie den iShares € Govt Bond 1-3yr UCITS ETF (ISIN: IE00B14X4Q57) an.

Daneben stehen entsprechende aktiv gemanagte Anleihefonds wie der BlackRock Defensive Yield Fund (ISIN: IE00BF0BZ577) zur Auswahl, der auch als Retail-Variante zu haben ist. Fondsmanager Riyadh Ali setzt auf ein Portfolio aus kurzfristigen Euro-Unternehmensanleihen mit einer Duration von null bis fünf Jahren. Die Analyse der Papiere erfolgt durch BlackRocks Systematic Fixed Income Team.

Ein weiterer Fonds der dritten Gruppe ist der von Michael Krautzberger gemanagte BGF Euro Short Duration Bond Fund (ISIN: LU0448386994). Er legt mindestens 80 Prozent des Fondsvermögens in Euro-notierte Unternehmens- und Staatsanleihen mit Investmentgrade-Rating und Durationen von weniger als fünf Jahren an.

Bei der Auswahl des passenden Anlageprodukts oder Produktmixes sollten Investoren unter anderem ihre individuelle Risikotoleranz, ihren Liquiditätsbedarf und ihren Anlagehorizont berücksichtigen, damit sie ihre Ziele erreichen können.

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