Um Zwangsvollstreckungen zu vermeiden, sollen Banken die Kreditwürdigkeit potenzieller Kunden im Vorfeld strenger prüfen. Foto: Getty Images

Um Zwangsvollstreckungen zu vermeiden, sollen Banken die Kreditwürdigkeit potenzieller Kunden im Vorfeld strenger prüfen. Foto: Getty Images

Baufinanzierung

Banken müssen Darlehensnehmer strenger prüfen

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Die EU-Richtlinie zum Schutz von Immobiliendarlehensnehmern schreibt Banken unter anderem eine strengere Kontrolle der potenziellen Kunden vor. Ab dem heutigen Montag müssen Finanzinstitute die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden eingehender prüfen. Fällt der Kunde durch, bekommt er keinen Kredit.

Damit sollen die Kunden davor geschützt werden, sich mit dem Kredit zu übernehmen und in Zahlungsschwierigkeiten zu geraten. Wenn es bislang dazu gekommen sei, dass ein Baudarlehen geplatzt sei, dann auch deshalb, weil die Kreditwürdigkeit bei Vertragsabschluss nur oberflächlich geprüft wurde, zitiert Welt.de Frank-Christian Pauli, Bankenreferent des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Nun müssen Banken alle Faktoren zu berücksichtigen, die eine Darlehensrückzahlung behindern könnten. Dazu zählen laut Welt.de neben der Liquidität des Kunden auch Umstände, die zur Verringerung seines Einkommens führen könnten.  

Außerdem müssen Banken ihren Kunden ab sofort ein zusätzliches Merkblatt nach EU-Vorgaben aushändigen. Das sogenannte ESIS-Merkblatt fasst wichtige Punkte wie Leistung, Pflichten, Kosten, Risiken oder Ansprechpartner im Zusammenhang mit dem Kredit zusammen. 

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