bAV-Analyse: Die besten Direktversicherungen

Michael Hauer

Michael Hauer

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Im diesjährigen Rating hat das IVFP 102 Tarife von 49 Anbietern auf bis zu 85 Einzelkriterien unter-sucht. Die Gesamtnote setzt sich aus den vier Teilbereichsnoten Unternehmenssicherheit, Rendite, Flexibilität sowie Transparenz & Service zusammen.

Die Einteilung der Produkte erfolgte in drei Kategorien: Klassische Tarife mit beitragsorientierter Leistungszusage, fondsgebundene Tarife mit beitragsorientierter Leistungszusage (BoLz) und fondsgebundene Tarife mit Beitragszusage mit Mindestleistung (BzMl).

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Den Fokus legten die Analysten dieses Mal auf die Unisex-Umstellung. Die Berechnungen des IVFP auf Basis von Garantieleistungen klassischer Tarife haben ergeben, dass durch die Umstellung auf Unisex die Renten von Männern durchschnittlich um 6,23 Prozent sinken, während sich die der Frauen um 3,44 Prozent erhöhen. So wurden beispielsweise monatliche Renten für Männer von 319,93 Euro und Frauen von 290,02 Euro im Zuge der Unisexumstellung auf jeweils 300 Euro angepasst.

Eigentlich überwiegt der Anteil der Männer, gerechnet wird trotzdem anders

Der Grund: Im Schnitt kalkulieren die Versicherer – nach Berechnungen des IVFP – gegenwärtig mit einer Mann-Frau-Verteilung von 33 zu 67, auch bei der betrieblichen Altersversorgung. Und das, obwohl der Anteil der Männer bei dieser Vorsorgeform überwiegt. Aktuell liegt die Verteilung bei 54 zu 46 (Mann/Frau). „Unisex macht erforderlich, dass die Tarifkalkulation analog zur Verteilung des Kundenpotenzials erfolgen muss“, sagt IVFP-Geschäftsführer Michael Hauer. „Daher ist es unabdingbar, dass Versicherer in der Tarifkalkulation zwischen privaten Rentenversicherungen und der bAV unterscheiden. Tun sie das, dann liegt genau hier die Chance für die bAV, nämlich bessere Rentenleistungen anzubieten.“

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Dass das möglich ist, beweisen einige Versicherer, die sich im Rahmen der Umstellung auf Unisex besser positionieren konnten. Dazu zählen sind etwa Continentale, HDI sowie Stuttgarter. Grund für diese Verbesserung ist, dass die Versicherer die Verteilung optimiert haben, nämlich zugunsten des Mannes. Insgesamt ist das bei 15 Prozent der untersuchten Tarife der Fall. Die maximale Kalkulation beträgt dabei 58 zu 42 (Mann/Frau).

Auf der kommenden Seite lesen Sie, wie die Versicherer bei Zuzahlungen und einer Dynamik verfahren.