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Dr. Daniel Koller, Head Management Team von BB Biotech

Dr. Daniel Koller, Head Management Team von BB Biotech

BB Biotech

Weiter auf Wachstumskurs

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Neues Jahr, alter Trend: Der globale Biotechnologiesektor bleibt auch 2015 auf der Überholspur und beschert den Anlegern weiter kräftige Kursgewinne. So legte der Nasdaq Biotech Index (NBI) in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 13,3 Prozent zu, während der breiter gefasste S&P 500 Index sich im selben Zeitraum nur um ein Prozent verbesserte.

Für die Aktionäre von BB Biotech verlief das 1. Quartal sogar noch ein Stück besser. Die Aktie stieg in Schweizer Franken gerechnet um 31 Prozent, was für Euro-Anleger einen Wertzuwachs von 49,1 Prozent bedeutete. Das Portfolio von BB Biotech wurde vor allem durch die Beteiligungen im Mid-Cap-Bereich getrieben, wobei die Positionen in Pharmacyclics, Incyte und Neurocrine die größten Performancebeiträge lieferten.

Der innere Wert der Aktie (NAV), also der Wert aller Beteiligungen, legte seit Jahresbeginn um 11,6 Prozent in Schweizer Franken beziehungsweise 27,5 Prozent in Euro zu. Der Abschlag zwischen der Aktie und dem inneren Wert reduzierte sich damit von 20 auf nur noch zehn Prozent. „Der geringere Abschlag und der zweistellige Anstieg des inneren Wertes (NAV) bescherten den Aktionären eine positive Gesamtrendite“, sagt Dr. Daniel Koller, Head Management Team von BB Biotech.

BB Biotech zählt mit einem verwalteten Vermögen von rund 3,7 Milliarden Schweizer Franken zu den größten und erfahrensten Biotech-Investoren in Europa.

Mehrere Treiber für Gewinnwachstum

Auch die Quartalsbilanz kann sich sehen lassen. Der Gewinn der Beteiligungsgesellschaft kletterte auf 379,4 Millionen Schweizer Franken nach 65,7 Millionen Schweizer Franken im Vorjahr. Binnen Jahresfrist konnte das Schweizer Unternehmen damit seinen Gewinn fast versechsfachen. Ein Grund dafür war unter anderem ein geglückter Beteiligungsverkauf. So nahm BB Biotech für die Anteile an Pharmacyclis 166,9 Millionen Schweizer Franken ein. Zum guten Ergebnis trugen außerdem positive klinische Studienergebnisse einzelner Portfolio-Firmen bei, etwa das Unternehmen Cempra für das Antibiotikum Solithromycin. Fortschritte in der Wirkstoff-Pipeline und M&A-Transaktionen waren weitere Treiber für die gute Bilanz.

Am Erfolg werden die Aktionäre entsprechend beteiligt. Wie berichtet, zahlt BB Biotech in diesem Jahr 11,60 Schweizer Franken je Aktie als verrechnungssteuerfreie Barmittelausschüttung aus. Das entspricht einer deutlichen Anhebung von 65,7 Prozent gegenüber der Vorjahresdividende und ist der starken Aktienkursentwicklung im Jahr 2014 zuzuschreiben.

Globale Industrie feiert Erfolge

Und die Zeichen stehen gut, dass der Aufwärtstrend des Sektors anhält: Schon das Jahr 2013 war geprägt von beträchtlichen Erfolgen der weltweiten Biotech-Industrie. 2014 sah es nicht anders aus. Und auch in 2015 dürfte sich die Branche über weitere Fortschritte bei Forschung und Entwicklung sowie konkrete Produktzulassungen freuen, die die Kurse weiter antreiben sollten. Allein im vergangenen Jahr gab es behördliche Zulassungen von 24 neuen Biotech-Medikamenten. Hinzu kommt ein anhaltend starker Newsflow zu klinischen Studien.

In diesem positiven Umfeld für IPOs und Kapitalerhöhungen, stockten zuletzt viele kleine und mittelgroße Unternehmen ihr Eigenkapital auf. „Dank der gestärkten Bilanzen wird es diesen Firmen möglich sein, weiter in ihre Pipelineprodukte zu investieren, die Eigentümerschaft an ihren Wirkstoffkandidaten zu behalten und nicht frühzeitig Lizenzvereinbarungen eingehen zu müssen“, erläutert Koller. Somit weisen viele Unternehmen im Portfolio von BB Biotech ein geringeres Finanzierungsrisiko als in früheren Jahren auf. „Mit fortschreitenden Erfolgen in der klinischen Pipeline dürften diese Konzerne deutlich höher bewertet werden, da sie nach wie vor sämtliche Rechte an ihren Wirkstoffen halten“, beschreibt Koller die Folgen.

Ein Neuzugang im 1. Quartal

Die in der Schweiz beheimatete und im TecDAX sowie im Stoxx Europe 600 notierte Beteiligungsgesellschaft investiert seit 1993 in börsennotierte Biotech-Unternehmen weltweit, die innovative Medikamente entwickeln und vermarkten. Aktuell zählen Celgene (10,7 Prozent), Isis Pharmaceuticals (9,5 Prozent), Incyte (9,1 Prozent) sowie Gilead und Actelion (je 7,3 Prozent) zu den größten Beteiligungen. Der einzige Neuzugang im Portfolio im 1. Quartal war Intercept. Das US-Unternehmen fokussiert sich auf die Entwicklung synthetischer Gallensäureanaloga zur Behandlung chronischer Leberkrankheiten.

Die Produktzulassungen sind nach Ansicht des BB Biotech-Experten weiterhin die Basis für künftiges Umsatz- und Gewinnwachstum der Portfoliofirmen. „Wichtige klinische Meilensteine wie etwa Phase-III-Ergebnisse und Produktzulassungen werden neue und bedeutende Behandlungsoptionen eröffnen“, sagt Koller. Das Team von BB Biotech erwartet zudem wichtige regulatorische Entscheidungen, die verschiedene Wirkstoffe betreffen. Außerdem dürfte das weltweite Niedrigzinsumfeld den „Übernahmehunger“ innerhalb des Gesundheitssektors weiter anheizen – was dem Portfolio und damit letztlich den Aktionären zugutekommen wird.

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