BdB-Studie

Deutsche fordern mehr Regulierung

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Die Finanzlandschaft überreguliert? – Stimmt nicht, wenn man die Bundesbürger fragt. Eine Studie im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) hat ermittelt, dass sich 72 Prozent der Deutschen eine stärkere Regulierung von Banken und Finanzmarkt wünschen. Noch mehr Regulierung wurde nur bei den Themen Zuwanderung und Lebensmittelsicherheit gewünscht.



Für die Studie „Zwischen Sicherheitsbedürfnis und Risikobereitschaft“ hat das Institut für Demoskopie Allensbach 1.500 Menschen zu ihrer Einstellung in Bezug auf Risiken gefragt. Dabei haben die Meinungsforscher eine steigende Aversion gegenüber Risiken ermittelt. Während 1993 noch lediglich 43 Prozent beim Stichwort „Risiko“ spontane Antipathie empfanden, sind es 2015 bereits 60 Prozent. Die Risikoaversion war im Mittel jeweils stärker ausgeprägt bei den befragten Frauen und bei älteren Menschen.

Schon das Wort „Aktie“ klingt unsympathisch

Aktien bleiben ein schwieriges Thema: Neben Risikobereitschaft und der Einstellung gegenüber risikobehaftetem Fortschritt ermittelte die Studie auch das Verhältnis der Deutschen zur Geldanlage: Nur 20 Prozent der Befragten besitzen aktuell Unternehmensanteile, weitere 17 Prozent haben in der Vergangenheit einmal in Aktien oder Aktienfonds investiert. Und 61 Prozent der Befragten empfanden schon das Wort „Aktie“ als unsympathisch.

69 Prozent ist Sicherheit bei der Geldanlage wichtiger als eine möglichst hohe Rendite. Nur 11 Prozent der Befragten bewerteten die Renditechancen höher als die Sicherheit.  

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