BdV-Chef über den Fraktionszwang bei der Griechenland-Abstimmung Der Einpeitscher aus Hoffenheim: Verbraucherschutz als Strafe

BdV-Chef Axel Kleinlein

BdV-Chef Axel Kleinlein

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Nein, es geht nicht um den missglückten Start der Kraichgauer im diesjährigen DFB-Pokal. Und es geht auch um keine Peitsche im Sinne der „50 Shades of Grey“. Wer auch ein Fan der Politserie „House of Cards“ ist, der ist auf dem richtigen Weg.

Es geht um den „Whip“

Es geht um den „Whip“, den „Einpeitscher“, einen Fraktionsführer im Parlament. Kevin Spacey spielt den „Whip“ der Demokraten im US-Abgeordnetenhaus fast so brillant, wie Ian Richardson im BBC-Original den „Whip“ der Torys im Britischen Parlament mimte. Beiden ist gemein, dass sie nach strengstem machiavellistischem Kalkül agieren. Und hier in der deutschen Realität?

Da gibt es mit Volker Kauder, einem gebürtigen Hoffenheimer, eben den Einpeitscher der Union. Er wirkt nicht so scharf wie Kevin Spacey. Er wirkt auch nicht so gewieft wie Ian Richardson. Aber man sollte ihn nicht unterschätzen. Er weiß, womit er drohen muss, um seine Truppen auf Linie zu halten. Die Angst, die er verbreitet: Verbraucherschutz! Und um die Angst zu verbreiten muss er das Wort noch nicht einmal in den Mund nehmen. Die Drohung allein lässt erzittern!

Wer nicht spurt, wird ins Nirvana versetzt

Der Sachverhalt ist recht einfach. Wer nicht spurt, der wird ins Nirvana versetzt. Das kennt man auch aus der freien Wirtschaft. Der unliebsame Aktuar wird ins „Sonderaktuariat“ versetzt und der unliebsame Vorgänger wird „Abteilungsleiter betriebliches Vorschlagswesen“. Und in der Politik wird man dann eben auf die unattraktiven Stellen abgeschoben, wenn man nicht spurt.