Bear Stearns macht Schluss mit Zertifikaten

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Die deutsche Zertifikate-Sparte der US-Großbank Bear Stearns kündigt alle ihre Produkte ohne Laufzeitende auf. Das berichtet der Branchendienst Zerifikatewoche. Demnach wird am 13. Juni festgestellt, zu welchem Kurs Anleger ausbezahlt werden. Den dann aktuellen Wert ihrer Papiere bekommen sie eine Woche später zurückgezahlt.

Ab heute werden für die Zertifikate der Gruppe Open-End keine Briefkurse mehr, sondern nur noch Geldkurse gestellt. Zu diesem Preis können die Wertpapiere im börslichen und außerbörslichen Handel verkauft werden.

Anlagezertifikate sind nach Unternehmensangaben nicht betroffen. Dazu zählen Garantie-, Express-, Bonus- und Teilschutzzertifikate. Bear Stearns ist mit insgesamt rund 350 Produkte der Marke „Best Markets“ am deutschen Markt vertreten.

Im März kündigte die US-Investmentbank JP Morgan an, den angeschlagenen Konkurrenten Bear Stearns übernehmen zu wollen. Daraufhin wurde der Handel mit den Zertifikaten des Unternehmens über eine Woche lang ausgesetzt. JP Morgan hat angekündigt, alle Rechte und Pflichten von Bear Stearns zu übernehmen, auch die Verbindlichkeiten gegenüber Zertifikatekunden.