Bei Vermögensverwaltern nachgefragt 5 Einschätzungen zu Gold im Portfolio

„Mit dem Gold nicht übertreiben“

„Mit dem Gold nicht übertreiben“ | © GSAM + Spee AM

Lothar Koch ist Leiter Portfoliomanagement bei GSAM + Spee Asset Management aus Düsseldorf. © GSAM + Spee AM

Lothar Koch, GSAM + Spee AM: „Der Goldpreis wird in den nächsten Jahren deutlich steigen. Zum einen, weil eine Unze Gold immer eine Unze Gold bleibt, gerade wenn irgendwann die Verschuldungsblase der Unternehmen und Staaten platzt. Zum anderen steigt die Nachfrage nach physischem Gold einiger Notenbanken. China investiert seine Außenhandelsüberschüsse eher in Gold als in US-Staatsanleihen. Auch Russland kauft seit Jahren Gold als Alternative zu US-Bonds.  

Allerdings ist Gold ein reiner Wertspeicher, es hat keine Ausschüttung. Das ist ein Nachteil gegenüber anderen Investitionsmöglichkeiten, die einem Anleger einen kontinuierlichen Zufluss bieten. Mit dem Gold sollte man es nicht übertreiben. Trotz aller Krisen wird die Welt nicht untergehen. Deshalb sollte Gold einen Anteil am Gesamtvermögen ausmachen, aber nicht dominieren. Wir halten bis zu 10 Prozent für sinnvoll.“

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