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Umfrage von Weltsparen Beim nachhaltigen Investieren sind die Deutschen uneins

Bulle und Bär
Bulle und Bär: Das Wahrzeichen der Börse mal in ungewohnter Farbe – hier aus Anlass des Grüne Soße Tags zu Ehren der kulinarischen Spezialität aus Frankfurt | Foto: Imago Images / Rheinmainfoto

Bei nachhaltigen Investments sind die Bundesbürger uneins, wie eine Umfrage der Anlageplattform Weltsparen zeigt. Demnach glauben 35,2 Prozent der Befragten, dass sich nachhaltige Geldanlagen rechnen. Allerdings meinen auch 28,6 Prozent der Deutschen, Nachhaltigkeit koste zwangsläufig Rendite. Die meisten Deutschen, 36,2 Prozent, sind unentschieden.

Im Auftrag von Weltsparen hat das Umfrageinstitut Civey im September 2021 online 5.066 Personen befragt, die Ergebnisse gelten als repräsentativ für die deutsche Bevölkerung. Hier einige der Ergebnisse:

Alter, Geschlecht, Wahlverhalten und Aktienerfahrung

  • Die Jüngeren sind eher skeptisch: In der Gruppe von 18 bis 29 Jahren denken 37,4 Prozent, dass grüne Investments weniger Rendite bringen. Bei den 30- bis 39-jährigen ist dieser Anteil mit 24,2 Prozent am geringsten. Bei den 40- bis 49-Jährigen sowie den Befragten ab 65 Jahren gibt es kaum Unterschiede zwischen Pessimisten und Optimisten, die auf jeweils rund 30 Prozent kommen.
  • Kritischer sind zudem die Männer: 33,1 Prozent von ihnen stehen der Rendite nachhaltiger Geldanlagen skeptisch gegenüber. Bei den Frauen sind es lediglich 24,2 Prozent.
  • 55,1 Prozent der Grünen-Wähler meinen, dass sich Nachhaltigkeit und Rendite nicht ausschließen. Bei den Linken-Wählern glauben dies 41,5 Prozent, bei den SPD-Wählern 36,3 Prozent. 35,7 Prozent der FDP-Wähler meinen hingegen, Geld lasse sich nur mit geringerer Rendite nachhaltig anlegen. Noch höher ist dieser Anteil mit 39,5 Prozent nur bei jenen, die AfD wählen. Unter den Anhängern von CDU und CSU sehen 30,3 Prozent nachhaltige Investments skeptisch, allerdings erwarten 28,4 Prozent keine Einbußen.
  • Von den Bundesbürgern mit Interesse für oder Erfahrung am Aktienmarkt glauben 36,3 Prozent, Nachhaltigkeit koste Rendite. 37,5 Prozent der Aktienerfahrenen betrachten grüne Investments hingegen als rentabel, und 26,5 Prozent sind unentschieden.

„Die Ergebnisse unserer Umfrage zeigen einen deutlichen Informationsbedarf im Bereich nachhaltiger Geldanlagen und zu Finanzprodukten generell“, sagt Kim Felix Fomm, Chefanlagestratege bei Weltsparen. Das Vorurteil, nachhaltiges Investieren bringe weniger Rendite, sei nach wie vor weit verbreitet. Obwohl es viele empirische Belege gebe, dass nachhaltige Investmentprodukte wie ESG-ETFs über längere Zeiträume gleiche oder sogar höhere Renditechancen böten. Das Kürzel ESG steht für Environment, Social und Governance – also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.

Nachhaltige Portfolios im ETF-Check

Die Rendite nachhaltiger ETFs habe sich in den vergangenen Jahren ähnlich oder sogar etwas besser als die herkömmlicher ETFs entwickelt, so Weltsparen. So sei auf Fünf-Jahres-Sicht mit dem normalen MSCI World Index eine jährliche Rendite von 16,1 Prozent möglich gewesen. Der nachhaltige MSCI ESG World Leaders habe 16,6 Prozent und der MSCI World SRI, der auf sozial verantwortungsbewusste Investitionen setzt, sogar 18,8 Prozent per annum gebracht.

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