Der Acatis Value Event, gemanagt von Henrik Muhle und Uwe Rathausky von der Aschaffenburger Vermögensverwaltung Gané, gehört zu den Anleger-Lieblingen unter den Mischfonds. Nun hat das Erfolgsmanager-Duo eine neue Strategie an den Start gebracht, die ausschließlich auf Aktien setzt. „Von Kunden wurden wir immer wieder nach einem Aktienfonds gefragt“, begründet Uwe Rathausky den Schritt. Und auch die Manager selbst hätten schon länger mit dem Gedanken gespielt, „da wir in den vergangenen 15 Jahren recht hohe Renditen mit dem Aktienportfolio unseres Mischfonds erzielen konnten“.

Bei der Titelauswahl für den Gané Global Equity (ISIN: DE000A3DQ3A3) bedienen sich Muhle und Rathausky ihres bewährten Investment-Ansatzes: Im Fokus stehen unterbewertete Aktien, die von unternehmensspezifischen Ereignissen wie Aktienrückkäufen und Übernahmen profitieren. Allerdings gebe es durchaus Unterschiede zum Aktien-Anteil des Mischfonds, erklärt Rathausky: „Wir konzentrieren uns im Aktienfonds auf langfristige Gewinner-Unternehmen.“ Wichtig seien überdurchschnittliches und organisches Wachstum sowie hohe Margen und eine starke Kapitalrentabilität. Unternehmen mit hoher operativer Dynamik hätten dem Duo in den zurückliegenden 15 Jahren die höchsten Renditen geliefert. Das dürfte auch in den kommenden 15 Jahren so bleiben, so der Fondslenker.

Veränderungen bei der Kapital- und Aktionärsstruktur, die für die Titelauswahl des Mischfonds wichtig sind, spielen dagegen beim neuen Fonds eine untergeordnete Rolle. „Die Überschneidung mit dem Mischfonds liegt auf der Aktienseite bei knapp 50 Prozent“, erklärt Rathausky.

Fokus auf USA und Schweiz

An ihren Lieblingsbranchen halten die Fondsmanager aber fest. Ins Portfolio kommen hauptsächlich Titel aus den Bereichen Software, Informationstechnologie, Konsumgüter, Gesundheitswesen und Finanzen. Wichtigste Investment-Regionen sind die USA und die Schweiz. Zu den fünf größten Positionen im Fonds zählen neben US-Tech-Firmen der Schweizer Bauchemie-Konzern Sika sowie das deutsche Modeunternehmen Hugo Boss.

Seit Auflegung im September 2022 konnten die Manager trotz des turbulenten Marktumfelds eine Wertentwicklung von 15 Prozent verbuchen, im laufenden Jahr mehr als 20 Prozent. „Es hat sich bereits auszahlt, dass unser Portfolio eine doppelt so hohe Kapitalrentabilität und eine um 50 Prozent höhere Rohertragsmarge aufweist als der Durchschnitt der Unternehmen im MSCI-Weltaktienindex“, meint Rathausky. Anleger müssten – im Vergleich zum Mischfonds des Duos – aber mit einer etwas höheren Volatilität leben.