Berater zum Jahresende gefragt

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Sowohl die Abgeltungsteuer als auch die derzeitige Finanzmarktkrise erhöht die Vertriebschancen für Geldanlageprodukte. Dies ergibt die aktuelle Ausgabe der Finanzmarkt-Studie „Absatzpotenzial und Abgeltungsteuer" der psychonomics AG.

Trotz der Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten denkt demnach mehr als jeder dritte Deutsche zumindest gelegentlich darüber nach, in neue Geldanlagen zu investieren oder bestehende zu wechseln. Unter den vermögenderen Anlegern mit einem Haushalts-Nettoeinkommen von über 3.500 Euro sind dies sogar 60 Prozent. Für einen Neuabschluss oder die Umschichtung von Geldanlageprodukten im laufenden vierten Quartal interessieren sich aktuell sieben Prozent der Befragten.

Hoher Beratungsbedarf bei Abgeltungssteuer
Die Abgeltungsteuer wird zum Jahresende in der Bevölkerung immer präsenter: Seit Jahresanfang stieg der Bekanntheitsgrad von 41 auf aktuell 74 Prozent. Laut Studie wollen sich 38 Prozent der Bundesbürger, denen die Abgeltungsteuer grundsätzlich bekannt ist, bis zum Jahresende noch persönlich beraten lassen.

Davon dürfen in erster Linie Sparkassen und Genossenschaftsbanken profitieren. 42 Prozent der Befragten will sich von Beratern der Sparkasse beraten lassen, 17 Prozent bevorzugen die Volks- und Raiffeisenbanken, die Geschäftsbanken folgen mit einstelligen Ergebnissen entsprechend ihrer Reichweite.

Die zum Abschluss bereiten Anleger bevorzugen derzeit festverzinsliche Festgeld- und Tagesgeldkonten (10 beziehungsweise 9 Prozent) gefolgt von Aktienfonds (8 Prozent) und Sparanlagen (7 Prozent). Gegenüber dem Vorquartal haben sich die Anlagepräferenzen nur moderat von den Investmentprodukten hin zu den Sparprodukten verschoben.

Zurückhaltung ist laut Studie eher bei der Höhe der zukünftigen Neuanlagebeträge spürbar. Eine Abkehr vom privaten Investmentgeschäft aufgrund der Finanzkrise scheint bis Jahresende nicht zu erwarten. Allerdings sind sich 44 Prozent der Befragten aufgrund der Verunsicherungen an den Finanzmärkten über die persönlich am besten passende Anlageform im Unklaren.

Die repräsentative Studie befragt 1.500 Bundesbürger ab 18 Jahren seit Jahresbeginn regelmäßig zu ihren Anlageabsichten, den bevorzugten Finanzprodukten und Anbietern sowie zur Abgeltungsteuer.

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