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Berenberg „Die Emerging Markets sind zurück“

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Mexiko, Indonesien und die Dominikanische Republik überzeugen besonders

Auch in der Zusammensetzung des Berenberg Emerging Markets Bond Selection spiegelt sich die Erholung in den Emerging Markets wider. Der Fonds wird über ein quantitatives Modell gesteuert, Fundamentaldaten stehen im Vordergrund. Im Laufe des Jahres ist die Zahl der Länder gestiegen, die es ins Portfolio schaffen. Bei den Favoriten hat sich aber wenig geändert. Staaten wie Indonesien, Mexiko und die Dominikanische Republik werden weiterhin favorisiert. Diese Länder bieten ein vielversprechendes Wachstumspotenzial, da in Mexiko bereits wichtige Reformen angestoßen wurden und Indonesien sich diesbezüglich weiter öffnet. In der Dominikanischen Republik überzeugen die stark steigenden Tourismuszahlen, aber auch die Agrarproduktion hat in den vergangenen ein bis zwei Jahren deutlich zugelegt.

Russland und die Türkei sind im Portfolio hingegen nur schwach gewichtet. Von Staaten mit hohen Ausfallrisiken wie die Ukraine und Venezuela lässt das quantitative Modell das Fondsmanagement ganz Abstand nehmen. Zwar verzichten wir hier aktuell auf Performance, ein geringeres Risiko ist uns aber wichtiger. Das Management des Fonds investiert ausschließlich in Anleihen in Hartwährung. Diese hatten bereits im ersten Quartal ein gutes Ergebnis erzielt. Anleger trauen sich meist erst in Anleihen in Hartwährung, Mitte des Jahres gab es dann einen Investitionsschub in die Lokalwährungsanleihen, und in den letzten Wochen und Monaten ist auch das Interesse an Aktien wieder gestiegen.

Raum für weitere Spread-Einengungen vorhanden

Für Hartwährungsanleihen hat sich die gute Entwicklung im zweiten und dritten Quartal fortgesetzt. Die Kapitalzuflüsse sind gestiegen. Viele Investoren beobachten den Markt etwas länger und haben erst nach der ersten Erholung wieder Vertrauen gefasst. Auf Euro-hedged Basis hat der globale Index für Hartwährungs-Schwellenländeranleihen bis Ende August ein Plus von rund 13 Prozent in diesem Jahr erzielt. Die Renditen der Anleihen sind entsprechend zurückgegangen. Zurzeit rentieren Hartwährungsanleihen im Durchschnitt mit rund 5 Prozent. Das ist ein Risikoaufschlag (Spread) von 340 bis 350 Basispunkten auf US-Staatsanleihen.

Das Portfoliomanagement sieht durchaus noch Raum für weitere Spread-Einengungen, die eventuell steigende US-Renditen kompensieren könnten. Auslöser hierfür kann eine Verbesserung der globalen Wirtschaftslage sein. Wenn die Zinsen in den USA langsam steigen, spricht das für eine fundamentale Erholung, die sich auch positiv in den Emerging Markets widerspiegeln sollte und mittelfristig zu einer Aufwertung der Kreditwürdigkeit der Länder führen könnte.

Das größte Risiko für die Asset-Klasse sieht das Fondsmanagement im aktuellen Erfolg der Anleihen. Investoren könnten Gewinne mitnehmen, vor allem wenn kurzfristig die Volatilität und die Risikoaversion ansteigen. Allerdings rechnet man dann mit stärkeren Verkäufen im risikoreicheren Markt für Lokalwährungsanleihen. Für das nächste Jahr müssen Anleger ihre Erwartungshaltung wohl wieder etwas herunterschrauben. Die Performance für Emerging-Markets-Hartwährungsanleihen erwartet er dann eher im Bereich von 4 bis 6 Prozent.

Stand: 31. August 2016

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