Die strategischen Betreuer des Berenberg Vermögensverwalter Office (von links): Thomas Reinhold, Frank Eichelmann, Melanie Fulczyk, Michael Gillessen, Thomas Wehrs, Sven Hoppenhöft und Ralf Kaltenbach

Die strategischen Betreuer des Berenberg Vermögensverwalter Office (von links): Thomas Reinhold, Frank Eichelmann, Melanie Fulczyk, Michael Gillessen, Thomas Wehrs, Sven Hoppenhöft und Ralf Kaltenbach

Berenberg

„Ein guter Asset Manager zu sein reicht nicht aus“

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Während viele Anleger über die Niedrigzinsphase klagen und Minuszinsen auf größere Anlagesummen drohen, sind die Marktbedingungen für Vermögensverwalter günstig. Denn Fondskonzepte erscheinen vielen Privat- und institutionellen Anlegern wieder attraktiv. Der Markt der unabhängigen Vermögensverwaltung wächst daher stetig.

Laut einer Studie des Instituts für Vermögensverwaltung (InVV) unter 138 Vermögensverwaltern stiegen Kundenzahl und das verwaltete Vermögen (AuM) im ersten Halbjahr 2014 bei vielen Vermögensverwaltern (siehe Grafik). Bei 87,6 Prozent der Befragten wuchsen die AuM. Bei knapp einem Drittel stiegen die betreuten Kundengelder sogar um mehr als 10 Prozent an. Demnach managen Vermögensverwalter im Durchschnitt rund 168 Millionen Euro.

„Der Trend zur unabhängigen Beratung und Vermögensverwaltung ist ungebrochen“, betont Michael Gillessen, Leiter des Vermögensverwalter Office bei Berenberg. Neben Private Bankern zieht es zunehmend Fondsmanager großer Investmentgesellschaften sowie Verantwortliche großer Kapitalsammelstellen wie Pensionsfonds in ein selbstbestimmtes Handeln. Denn ihr Gestaltungsspielraum wurde immer weiter beschnitten. Als ständig von Gremien und Aufsicht kontrollierte Disponenten wollen viele Vermögensmanager nicht alt werden.

Gut vorbereitet zur eigenen Lizenz Noch lässt sich dieser Trend nicht an der Zahl der Bafin-Lizenzen ablesen. Aus gutem Grund: „90 Prozent der Existenzgründer, die wir im vergangenen Jahr begleitet haben, gehen zunächst unter ein Haftungsdach, weil sie dort unter günstigen Bedingungen Fonds auflegen und vielfältige Erfahrungen sammeln können“, erklärt Gillessen. Im Schnitt nach zwei bis drei Jahren folgt dann meist die eigene Lizenz zur Portfolioverwaltung.

Im Markt sind laut Gillessen derzeit insbesondere Spezialmanager mit ausgeklügelten Ideen gefragt. Wie etwa Marc Profitlich und Nicolas Schmidlin, die den Sprung von der Universität direkt ins Fondsmanagement wagten. Mit ihrem Private-Label-Fonds ProfitlichSchmidlin Funds UI, dessen Asset Allocation nach akribischem Studium der Emissionsprospekte zusammengestellt wird, haben die Aktien- und Rentenexperten ein dickes Ausrufezeichen im Markt gesetzt.

In den ersten neun Monaten 2014 kamen 35 Private-Label-Fonds auf den Markt. Ein knappes Drittel davon – elf Fonds – stammt aus dem Hause Berenberg, wo die Neuausrichtung zielstrebig umgesetzt wurde. Dazu zählen Marketingund Vertriebsunterstützung, die flächendeckende Etablierung von Relationship Managern, die Einführung eines neuen Fondsbuchhaltungssystems und der Start einer Verwahrstelle in Luxemburg, die es Berenberg ermöglicht, Fonds nach Luxemburger Recht zu administrieren.

Die Experten begleiten die Entwicklung des Fondskonstrukts und die rechtliche Ausgestaltung. Sie prüfen zudem, ob der Existenzgründer die richtige Strategie für seine Zielgruppe aufweist. „Sie benötigen nicht nur eine Anlagestrategie, sondern auch eine Vertriebs- und eine Unternehmensstrategie“, weiß Gillessen.

Stimmen die Parameter, setzt Berenberg noch vor Fondsauflage vielfältige Aktivitäten in Gang. „Es reicht eben nicht aus, ein guter Asset Manager zu sein, man muss die Fondsidee auch in die Breite bringen, um Investoren zu finden“, so Gillessen. Die angehenden Asset Manager entsendet Berenberg etwa zu Investmentstammtischen, wo sie authentisches Feedback direkt aus dem Markt erhalten. Auch Webinare und Vorträge auf Fachmessen wie dem Fondskongress gehören dazu.

Für eine zielstrebige Kundengewinnung lanciert Berenberg die Private-Label-Fonds auf die Empfehlungslisten großer Banken und stellt sie bei Dachfondsmanagern und großen Vertrieben vor. Eine wesentliche Rolle spielt dabei auch der bislang noch oft vernachlässigte Weg über die neuen Medien.

Hier vermittelt die Privatbank externe Dienstleister für die zeitgemäße Gestaltung der Vermögensverwalter-Websites und stellt zahlreiche Videos mit Fondsmanagern aus dem bankeigenen Youtube-Kanal zur Einbettung bereit. Zu den derzeit am meisten geklickten Clips gehört ein Interview mit den Shootingstars Profitlich und Schmidlin. Berenberg Vermögenverwalter Office – das Leistungsprofil:
  • Ganzheitlicher Betreuungsansatz mit Fokus auf unabhängige Vermögensverwalter
  • Relationship Manager verfügen über 7 bis 16 Jahre Erfahrung in der Betreuung von Vermögensverwaltern
  • Aufgabentrennung zwischen Relationship Managern (strategische Betreuung) und Clientenanagern (operatives Tagesgeschäft & Orderabwicklung)
  • Feste Zuordnung von Relationship und Client Managern zu Vermögensverwaltern
  • Keinerlei aktiver Vertrieb von bankeigenen Produkten
  • Eigenes Team für Marketing- und Vertriebsunterstützung; unterstützt insbesondere bei Fondsvertrieb, Presse- und Medienarbeit

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