Berenberg European Small & Mid Caps

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David Houston, Jimmy Burns, Andrew Dykes und Peter Reichel verfügen zusammen über mehr als 50 Jahre Erfahrung im Investmentgeschäft. Gemeinsam managen sie den European Small & Mid Caps (WKN: A0D PC5) der Berenberg Bank. Der Fonds liegt beim Renditevergleich der Rating-Agentur Morningstar unter 83 Europafonds für mittelgroße Aktien auf Jahressicht auf Platz 2 (Stand 5. September 2007). Mit 35,2 Prozent wuchs er fast doppelt so schnell wie der Durchschnitt seiner Vergleichsgruppe (19,1 Prozent).

Standard & Poor’s (S&P) gibt dem Managerquartett derzeit ihre zweitbeste Managernote AA. Die Rating-Agentur begründet ihr Urteil damit, dass der Fonds seit seiner Auflegung am 16. Dezember 2004 hohe relative Erträge erzielte. Während der Fondswert um 102 Prozent stieg, legte der MSCI Europe Small Cap Total Return Index seitdem nur um 88,9 Prozent zu. Außerdem führen sie die langjährige Erfahrung der Manager und ihren disziplinierten Investmentprozess an.

„Unser Investmentprozess beruht auf einer strengen Einzeltitelsuche“, erklärt Fondsmanager Houston. „Wir versuchen, anomale Marktbewertungen eines Unternehmens zu erkennen.“ Diese seien bei kleinen und mittelgroßen Aktiengesellschaften häufig vorhanden, da sie nur von wenigen Analysten beobachtet würden. Am Anfang der Titelauswahl stehe die qualitative Analyse der Geschäftsmodelle der Unternehmen. Außerdem stehe das Management auf dem Prüfstand. So wollen die Fondsmanager beurteilen, ob die Firmen nachhaltig profitabel sind.

Ergänzend schauen sie auf die nackten Daten der Firmen. Dazu stellen sie eigene Prognosen über die Gewinne und Umsätze der Unternehmen an. Beide Kennzahlen müssen jährlich um mindestens 10 Prozent steigen. „Wir suchen nach schnell wachsenden Unternehmen, die von weiteren Faktoren unterstützt werden“, so Houston. Das könnten zum Beispiel Gesetzesänderungen oder die demografischen Veränderungen in Europa sein.

Das Anlageuniversum des Fonds umfasst 3.000 gesamteuropäische Aktien. Alle Unternehmen haben einen Börsenwert von weniger als 5 Milliarden Euro. Davon kommen 1.000 Firmen in die engere Wahl. Pro Jahr wollen die vier Fondsmanager mit 600 Unternehmensführern persönliche Gespräche führen. Die so gewonnenen Informationen werden in einer Datenbank gespeichert. Am Ende schaffen es 50 bis 80 Unternehmen ins Fondsportfolio. Knapp zwei Drittel von ihnen weisen einen Börsenwert von weniger als einer Milliarde Euro auf.

Verkauft wird eine Aktie immer dann, wenn das beim Kauf abgeschätzte Kursziel erreicht ist. Außerdem achtet das Managerteam darauf, dass das Gewicht eines einzelnen Titels im Portfolio nicht zu hoch ist. Derzeit liegt das Gewicht nur bei einem einzigen Titel über 3 Prozent. Dies ist die Baywa AG, ein Münchner Groß- und Einzelhändler für Agrargüter, Baustoffe und Mineralöl.

Inzwischen ist der Fonds auf rund 118 Millionen Euro angewachsen. Er hat einen Ausgabeaufschlag von 5 Prozent; die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 1,5 Prozent.

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