LinkedIn DAS INVESTMENT
Suche

Edelmetall Der Goldpreis steigt und steigt – was Bert Flossbach daran „irritierend“ findet

Bert Flossbach: Der Fondsmanager analysiert die jüngste Rally des Goldpreises.
Bert Flossbach: Der Fondsmanager analysiert die jüngste Rally des Goldpreises. | Foto: Flossbach von Storch

Die Hausse bei Gold setzt sich ungebremst fort. Seit Monaten eilt der Preis für das Edelmetall von Hoch zu Hoch und erreicht immer neue Rekordstände. Zuletzt wurde eine Feinunze (31,1 Gramm) an der Börse für rund 2.355 US-Dollar gehandelt – so viel wie noch nie.

Einer, den die Entwicklung stutzig macht, ist Bert Flossbach. „Das ist nicht nur beachtlich, das ist im Grunde genommen sogar irritierend“, sagt der Chef und Mitgründer des Kölner Vermögensverwalters Flossbach von Storch.

Gold-ETFs verzeichnen große Abflüsse

Flossbach wundert sich vor allem darüber, dass die Preisanstiege in einem für Gold eigentlich widrigen Umfeld stattfinden: „Merkwürdig an der jüngsten Goldpreisentwicklung ist, ganz besonders in den letzten vier bis fünf Wochen, dass Gold in einem Umfeld steigt, das denkbar ungünstig ist“, so der erfahrene Fondsmanager. Er verweist dabei auf die zuletzt wieder leicht gestiegenen (Real-)Zinsen in den USA. Höhere Zinsen verteuern die Goldanlage.

Die Goldnachfrage von klassischen Investoren könne den jüngsten Preisanstieg nicht erklären, führt Flossbach weiter aus. Die Menge in den Gold-ETFs – „typischerweise das Investorengold“ - ist seit Jahresanfang um 100 Tonnen zurückgegangen. „Und in so einer Phase ist ein starker Anstieg des Goldpreises extrem ungewöhnlich.“ Heißt im Klartext: Der Goldpreis hat sich zunehmend von der Investorennachfrage entkoppelt.

Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos, um diesen Artikel lesen zu können.

Warum nur an der Oberfläche kratzen? Tauchen Sie tiefer ein mit exklusiven Interviews und umfangreichen Analysen. Die Registrierung für den Premium-Bereich ist selbstverständlich kostenfrei.