Christian Hilmes (Redakteur)Aktualisiert am 27.02.2018 - 18:00 UhrLesedauer: 7 Minuten

Bert Flossbach beim Sauren Fondsmanager-Gipfel „Meine größte Sorge 2018? Dass ich zu früh pessimistisch werde“

Bert Flossbach: Der Kölner Vermögensverwalter diskutierte beim Sauren Fondsmanager-Gipfel 2018 mit Peter E. Huber, Olgerd Eichler, Eckhardt Sauren und Klaus Kaldemorgen.
Bert Flossbach: Der Kölner Vermögensverwalter diskutierte beim Sauren Fondsmanager-Gipfel 2018 mit Peter E. Huber, Olgerd Eichler, Eckhardt Sauren und Klaus Kaldemorgen. | Foto: Sauren Fonds-Service AG
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Bert Flossbach, FvS

Für Bert Flossbach ist die Geldanlage am Aktienmarkt derzeit nahezu alternativlos: „Armselige Erträge auf dem Bankkonto oder bei Anleihen sind eines der stärksten Argumente für Aktien“, erklärte der Mitgründer des Kölner Vermögensverwalters Flossbach von Storch bei einer Podiumsdiskussion am Mittwochnachmittag in Mannheim.

Beim diesjährigen „Sauren Fondsmanager-Gipfel“ begründete der Manager des Mischfonds FvS Multiple Opportunities (ISIN: LU0323578657) mit Blick auf die historisch niedrigen Zinsen für Einlagen auf dem Tagesgeldkonto oder Sparbuch: „Meine Benchmark ist Null.“ Und dieser Zustand werde auch noch für längere Zeit anhalten.

Bert Flossbach: „Nur armselige Erträge“

Anleger sollten sich von der Idee verabschieden, dass die Zinsen in Ländern der Eurozone wieder 5 Prozent erreichen könnten, denn auch Staaten wie zum Beispiel Italien seien sehr hart von der Schuldenkrise des vergangenen Jahrzehnts getroffen worden. Und sie würden daher mit geringen Zinsen finanziell geschont: „Die Notenbanken agieren als verlängerter Arm der Regierungen.“

Peter E. Huber, Olgerd Eichler, Eckhardt Sauren, Klaus Kaldemorgen und Bert Flossbach (v.l.) beim Sauren Fondsmanager-Gipfel 2018: Bereits seit 2011 diskutieren im Rahmen der jährlich stattfindenden Veranstaltung vier deutsche Fondsmanager über aktuelle Herausforderungen an den Anleihe- und Aktienmärkten sowie zur Politik der Notenbanken. Foto: Sauren Fonds-Service AG

Zur Flucht vor der dadurch entstehenden „gigantischen Vermögenspreisblase“ empfiehlt Flossbach vor allem Investments in Sachwerte wie zum Beispiel Aktien. Die größte Herausforderung für ihn bestehe einzig darin, „lange genug an Bord zu bleiben“. Als größte Sorge für das kommende Aktienjahr nennt er, „zu früh pessimistisch“ zu werden.

Ebenso könnten auch viele Privatanleger seiner Meinung nach „am Ende vielleicht nicht die Traute haben, das durchzuziehen und am Ball zu bleiben“. Denn einerseits seien die aktuell vergleichsweise hohen Bewertungen „rational nachvollziehbar“, so Flossbach. Doch: „Die 15 Prozent pro Jahr Returns lassen sich vielleicht nicht mehr verdienen.“

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