Themen
TopThemen
Fonds
Datentools
Mediathek
Märkte
Finanzberatung
Versicherungen
Boulevard
Experten
Denker der Wirtschaft
Krypto
Services
Academy Newsletter Veranstaltungskalender Finanz-Charts Globale Märkte Krypto-Kurse (in Echtzeit) Währungen (in Echtzeit)

Bert Flossbach beim Sauren Fondsmanager-Gipfel „Meine größte Sorge 2018? Dass ich zu früh pessimistisch werde“

Seite 4 / 4

Peter E. Huber: „Steigende Inflation“

Peter E. Huber, Starcapital

Auch Peter E. Huber mahnte dazu, die aktuellen Rekordmeldungen beim wichtigsten deutschen Börsenbarometer, der in der Regel als Performance-Index angegeben wird, mit Vorsicht zu genießen: „Der Kurs-Dax hat sich auf Sicht von 17 Jahren kaum verändert“, erinnert Huber, der seit mehr als 35 Jahren als unabhängiger Vermögensverwalter in Deutschland aktiv ist.

Die antizyklische Anlagephilosophie des Managers der Starcapital-Fonds Argos (ISIN: LU0137341789), Starpoint (ISIN: LU0114997082), Huber - Strategy 1 A (ISIN: LU0350239504) und Winbonds Plus (ISIN: LU0256567925) führt nicht selten zu konträren Markteinschätzungen. Aktuell setzt er in den Portfolios auf steigende Zinsen: „Wir verzeichnen bei unseren Rentenfonds erstmals eine negative Duration.“

Huber zufolge können sich die Staaten nur durch „finanzielle Repression“ entschulden, also dem schleichenden finanziellen Verlust der Sparer und Anleger zugunsten des Staates. Einen Anstieg der Zinsen auf die historischen Niveaus sieht zwar auch Huber als unrealistisch an. Doch er kann sich einen Anstieg der Zinsen von den aktuellen sehr niedrigen Niveaus durchaus vorstellen. 

„Wir werden mit unseren Shorts Geld verdienen“, ist er sich sicher. Denn er erkenne Signale für eine steigende Inflation in der Eurozone: „Wir spüren die ersten Spritzer“, sagt Huber in Anlehnung an sein beim Fondsmanager-Gipfel im Vorjahr benutztes Bild: Er vergleicht die bereits leicht angestiegenen Inflationsdaten mit den ersten Spritzern aus einer Ketchup-Flasche, bevor ein größerer Schub aus der Flasche kommt. 

Huber erwartet daher, dass die Preissteigerung in der Eurozone 2018 einen Wert von mehr als 2 Prozent erreichen wird. Denn einerseits würden Europas Zentralbänker eine höhere Inflation wollen und mit ihrer Geldpolitik forcieren, andererseits werde die Produktion im bisherigen Billiglohnland China zunehmend teurer. 

Aufzeichnungen der Sauren Fondsmanager-Gipfel 2017 und 2018 können auch auf der Sauren-Internetseite in voller Länge abgerufen werden.

nach oben