Claudia Lang ist Geschäftsführerin bei Community Life.

Claudia Lang ist Geschäftsführerin bei Community Life.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Anonymität bis zum Policen-Abschluss gewährt

//
Der Vorteil dabei: Bis zum tatsächlichen Abschluss werden die Daten weder gespeichert noch an das Hinweis- und Informationssystem der Versicherungswirtschaft (HIS) gemeldet. Üblicherweise sind datensparsame Angebotsanfragen bei Versicherern mit großem Aufwand verbunden und dauern Wochen.

Ein altes Problem: Wer vergleicht, macht sich verdächtig

Wenn man eine Versicherung beantragt, fragt der Anbieter, ob man dasselbe schon bei Wettbewerbern probiert hat. Wer von anderen Unternehmen abgelehnt wurde oder nur mit Leistungseinschränkungen akzeptiert worden wäre, bekommt möglicherweise schlechtere Bedingungen - selbst wenn die neue Versicherung andere Gesundheitsfragen stellt und die Ablehnungsgründe daher nie erfahren hätte.

Bisher gab es zwei Möglichkeiten, dies zu umgehen: Entweder können Versicherungsmakler für den Kunden anonyme Risikovoranfragen an mehrere Gesellschaften stellen. Dieses Vorgehen sehen jedoch viele Versicherer mittlerweile kritisch. Die Bearbeitung verursacht bei ihnen Aufwände, bei gleichzeitig geringer Chance auf einen Abschluss.

Alternativ können Kunden selbst bei mehreren Versicherungsunternehmen zeitgleich Versicherungen beantragen. Diese werden dann parallel bearbeitet, bevor erste Absagen eingehen und im Hinweis- und Dokumentationssystem der Versicherungswirtschaft dokumentiert werden.

Strafe für Angebotsvergleiche ist nicht zeitgemäß

Das Versicherungsportal Community Life möchte diesen Aufwand reduzieren. „Es ist heute völlig normal, sich über fast jedes Produkt anonym und online zu informieren“, sagt Gründerin und Geschäftsführerin Dr. Claudia Lang. Es ist einfach nicht zeitgemäß, dass in der Versicherungsbranche allein das Einholen eines Angebots erstens Wochen dauert und zweitens den Abschluss bei Wettbewerbern erschwert.“

Community Life wahrt Datensparsamkeit

„Wir können in der Branche einen Impuls setzen, indem wir das Gebot der Datensparsamkeit einhalten“, erläutert Lang den Ansatz von Community Life. „Wir können Bedingungen errechnen auf Basis von Alter, Beruf und Gesundheitsfragen. Den Namen des potenziellen Kunden benötigen wir erst, wenn er einen Vertrag über uns abschließen möchte. Deshalb fragen wir ihn erst zu diesem Zeitpunkt ab.“

Mehr zum Thema
VersicherungsvertriebDiese Policen stehen jetzt auf der Kippe BetriebsschließungsversicherungAllianz stimmt außergerichtlichem Vergleich zu LebensversicherungRun-off-Gesellschaften steigern Rohüberschüsse