Policen-Tarife überarbeitet 

Prämienseitig standen Deutschlands Versicherer zum Jahreswechsel vor der Herausforderung, dass sie im Zuge des gesenkten Rechnungszinses ihre Tarife überarbeiten mussten. „Die neuen Kalkulationsgrundlagen zeigen ein angepasstes Prämiengefüge, in dem sich eine leicht erhöhte Brutto-Netto-Spreizung abzeichnet.“

„Bei rund 20 Gesellschaften konnten wir eine leicht angehobene Spreizung feststellen, vermutlich, um in diesem Zuge teure Bruttobeiträge abzufangen und im Wettbewerb mit guten Nettobeiträgen mithalten zu können,“ vermutet Ludwig. „Zehn Anbieter haben im Gegenzug ihre Rabatte gesenkt, teils sogar sehr deutlich. Dies betrifft eher Versicherer, die vorher eine recht hohe Spreizung hatten,“ ergänzt er.

Insgesamt sind die Tarife im Neugeschäft teurer geworden. Das hat eine Analyse von 50 gängigen Berufen gezeigt. Die günstigsten Tarife haben sich hier durchschnittlich um 3,1 Prozent erhöht. Der Durchschnitt aller Tarife zeigt eine Verteuerung um etwa 1 Prozent.

„Königin der Arbeitskraftabsicherung“

Die Analyse der Beitragsstabilität im Rahmen des M&M Ratings veranschaulicht, dass die meisten Versicherer gut aufgestellt sind. Einige Versicherer konnten sich im Teil-Rating im Vergleich zum Vorjahr sogar verbessern. „Trotz der schwierigen finanziellen Lage am Kapitalmarkt besteht bei den gut bewerteten Versicherern kein signifikantes Risiko für starke Beitragserhöhungen im Bestand“, erwartet Ludwig. 

 

Die „Königin der Arbeitskraftabsicherung“ zeige sich laut dem M&M-Experten aber nach wie vor divenhaft und lässt ihre Gunst nur einem erlesenen Kreis zuteil werden. Glücklich schätzen können sich diejenigen, die einer Bürotätigkeit nachgehen. Für sie ist die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht nur erschwinglich, sondern teils preislich attraktiver als andere Formen der Arbeitskraftabsicherung.

So zahlt eine junge Mathematikerin nach aktuellen Berechnungen in der Vergleichssoftware M&M Office nur rund 37 Euro monatlich für die BU, während sie für eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung 43 Euro und für eine Grundfähigkeitsversicherung 47 Euro monatlich aufwenden müsste.