Lediglich 43 Prozent der Familien in Deutschland haben sich gegen das Risiko einer Berufsunfähigkeit (BU) abgesichert. Das zeigt eine aktuelle Online-Umfrage unter bundesweit rund 1.000 Berufstätigen im Alter von 20 bis 45 Jahren, die in einer Partnerschaft leben. Auftraggeber der Studie ist der Versicherer R+V aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe der Volks- und Raiffeisenbanken. 

Claudia Andersch © R+V Lebensversicherung

Bei Familien mit Kindern liegt der Anteil demnach zwar etwas höher. Mit 47 Prozent haben aber immer noch weniger als die Hälfte der Befragten eine entsprechende Vorsorge getroffen. Und leben keine Kinder im Haushalt, ist das Bewusstsein für das BU-Risiko sogar noch geringer ausgeprägt: Lediglich 39 Prozent der kinderlosen Paare hat eine BU-Versicherung abgeschlossen. 

Als häufigsten Grund für den Verzicht auf eine BU-Absicherung nannten 48 Prozent der Befragten zu hohe Kosten. Und jeder vierte Teilnehmer der Umfrage geht davon aus, dass er oder sie nicht selbst schon nicht berufsunfähig werde. Und 18 Prozent sagten auf die Frage, bei der Mehrfachnennungen möglich waren, dass sie sich einfach noch nicht zum Thema BU-Schutz informiert haben. 

Kosten für BU-Versicherung schrecken ab  

Außerdem ist die Angst vor dem BU-Risiko ist bei Familien mit und ohne Kinder unterschiedlich ausgeprägt: 38 Prozent der befragten Paare mit Kindern haben eine große (28 Prozent) oder sogar sehr große (10) Angst, berufsunfähig zu werden. Dem gegenüber sind es bei Haushalten ohne Kinder nur 26 Prozent, die eine große (21) oder sehr große (5) Angst davor haben.

Unfälle deutlich seltener Ursache vermutet 

Wenig Wissen offenbart die Mehrheit der Befragten bei der Frage nach den Ursachen für eine Berufsunfähigkeit. So schätzen die Befragten mit jeweils 54 Prozent das Risiko einer BU durch Unfall und Burn-out als gleich hoch ein. Tatsächlich sind laut dem Branchenverband GDV mit 30 Prozent psychische Leiden wie Burn-out oder Depressionen die häufigste BU-Ursache. Zum Vergleich: Schwere Unfälle dagegen machen nur rund 8 Prozent aller BU-Fälle aus.  

 

Unabhängig von der Ursache biete eine BU-Police dem Versicherten „Frieden und Sicherheit“, erklärt Bert Heidekamp, geprüfter und zertifizierter Sachverständiger. Denn sie leiste ihm im Ernstfall einen finanziellen Schutzschirm, „reduziert den Stress und ermöglicht es dem Betroffenen, sich auf seine Genesung und sein Wohlbefinden zu konzentrieren.“ 

BU-Police eine der wichtigsten Versicherungen

„Der finanzielle Schutz gegen Berufsunfähigkeit ist eine der wichtigsten Absicherungen überhaupt“, betont auch Claudia Andersch. Denn ohne ihn gelte: „Im Fall des langfristigen Verlustes des Einkommens sind die Familien nicht vor einer existentiellen Notlage geschützt“, erklärt die Vorstandsvorsitzende der R+V Lebensversicherung.