Quelle: National Geographic

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Besäufnis in der US-Notenbank

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Im Rap-Video „Fear the Boom and Bust“ („Fürchte den Auf- und Abschwung“) gehen zwei der bekanntesten Ökonomen des 20. Jahrhunderts, John Maynard Keynes und Friedrich August von Hayek, auf Sauftour im Finanzdistrikt von Manhattan und rappen sich dabei durch das Einmaleins der Krisentheorie. „Es gibt das Auf und Ab von Booms und Rezessionen. Und es gibt Gründe, es zu fürchten", singen sie noch einstimmig.

Doch Keynes und Hayek sind zwar Freunde, aber Gegner im Geiste gewesen. „Die niedrigen Zinsen sind schuld", sagt Hayek im Video. "Nein, es sind die tierischen Instinkte", hält Keynes dagegen. Das Ganze endet mit einem wilden Besäufnis im Keller der US-Notenbank in New York. Am Ende muss Keynes sich übergeben, während Hayek ihm die Vorteile des Maßhaltens erklärt. Gedreht haben das Video John Papola, ein Videokünstler aus New Jersey, der in New York eine kleine Produktionsfirma betreibt, und der Wirtschaftsprofessor Russell Roberts von der George-Mason-Universität in Virginia. Politisch korrekt, gehört ihre Sympathie natürlich dem maßhaltenden Hayek.
Die trockene Theorie: Hayek war in der englischen liberalen Tradition des 18. Jahrhunderts verhaftet und glaubte, die gesellschaftlichen Systeme regulieren sich selbst. Keynes hingegen hielt es durchaus für nötig, die Funktionsfähigkeit der Märkte durch staatliche Eingriffe zu sichern.

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