Kölner Hauptbahnhof: Der Multiple Opportunities des Kölner Fondshauses Flossbach von Storch kommt bei Sparern gut an. Foto: Getty Images

Bestandsgeschäft mit Sparplänen

Diese Vorteile haben Finanzberater

Es gibt tatsächlich immer wieder Ergebnisse, die einen zum Staunen bringen. Selbst wenn das Grundprinzip alt und schon lange bekannt ist. In diesem Fall ist es diese Rechnung: Wer in den vergangenen 20 Jahren in den eher un spektakulären, aber guten Aktienfonds-Klassiker DWS Deutschland (ISIN: DE0008490962) jeden Monat 100 Euro eingezahlt hätte, würde heute auf einem Guthaben von fast 60.000 Euro sitzen. Davon wären 36.000 Euro Gewinn. Trotz zweier nervenaufreibender Aktien-Crashs, Eurokrise und Donald Trump.

Das Beispiel haben wir übrigens auf unserer Internet-Seite für 30 unserer Fondsklassiker ausgerechnet, die ausreichend alt sind. Und siehe da: Der DWS-Fonds lag dabei noch nicht einmal ganz vorn. Den höchsten Wert, nämlich satte 64.600 Euro, erreichte der nicht ganz so gängige, aber trotzdem hoch profitable Blackrock Continental European Flexible (LU0224105477).

Es besteht kaum ein Zweifel: Wenn es darum geht, Vermögen aufzubauen, gibt es keine lukrativere und bequemere Sparform als den Fondssparplan. Jeden Monat einen Betrag, der nicht wehtut, in einen Fonds gesteckt und ein paar Jahre durchgehalten. Auf vielen Plattformen ist man ab 25 Euro schon dabei. Getreu dem Motto „Ein See besteht aus vielen Tropfen“ sammelt sich was an.


Quelle: Morningstar

Hinzu kommt der Vorteil, dass Fondssparpläne nachweisbar Crash-Risiken senken. Wer sich jemals mit der deutschen Sparerseele befasst hat, wird bestätigen können, dass es die wahrscheinlich größte Sorge ist, ausgerechnet auf dem Höchststand kurz vor einem Crash zu kaufen.

„Viele Sparer verzichten deshalb lieber ganz auf die Kapitalanlage“, beklagt der Investmentverband BVI in einer Broschüre zum Thema „Altersvorsorge mit Fonds“. Mit anderen Worten: lieber gar nichts machen als einen Fehler.

Hier hilft der Kostendurchschnittseffekt (Cost-Average-Effekt), durch den Sparer bei sehr tiefen Kursen mehr Fondsanteile kaufen als in Hochphasen. „Der Sparer steigt damit über viele Zeitpunkte verteilt ein, das Timing wird zur Nebensache“, wirbt der BVI. Und es stimmt – der Kostendurchschnittseffekt erhöht zwar – entgegen einigen gängigen Behauptungen – nicht generell die Rendite. Sehr wohl schützt er aber davor, zufällig gerade an einem Höchststand zu kaufen.

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