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Beteiligungen: Freie Vertriebe bauen Marktanteil aus

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Insgesamt wurden vergangenes Jahr gut 10 Milliarden Euro Eigenkapital eingesammelt, zweieinhalb Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. (DAS INVESTMENT.com berichtete). 47,7 Prozent davon konnten auf die verschiedenen Vertriebswege zurückverfolgt und ausgewertet werden. Demnach an der Spitze der Vertriebswege liegen nach wie vor die Kreditinstitute, die im Jahr 2008 mit 60,9 Prozent das meiste Eigenkapital einsammelten (Vorjahr: 61,8 Prozent). Vertriebspools steuerten laut Feri weitere 9,2 Prozent des gesamten Zeichnungsvolumens bei. Freier Vertrieb war vor 10 Jahren erfolgreicher Betracht man die Vertriebswegezahlen im Zehn-Jahres-Vergleich relativiert sich der Trend hin zum freien Vertrieb allerdings deutlich: 1998 hatte der Marktanteil der freien Vertriebe (bis 50 Verkäufer) noch bei 30,6 Prozent gelegen, Großvertriebe und Pools erreichten 1998 zusammen 19,5 Prozent (heute: 14,1 Prozent). Banken hingegen lagen damals bei 48,0 Prozent. Unterschiedlich fällt das Ergebnis in Hinblick auf die verschiedenen Fondsgattungen aus. So wurden Deutschland-Immobilienfonds zu 50,2 Prozent über freie Vertriebe platziert. „Traditionell werden kleinere Fonds mit minderer Qualität, hohen Weichkosten und hohen Provisionen eher über freie Vertriebe platziert“, sagt Feri-Vorstandssprecher Helmut Knepel. Vor allem die Geschäftsbanken hätten den Vertrauensverlust durch die Finanzkrise beim Vertrieb zu spüren bekommen. Ihr Anteil sank von 43,1 Prozent im Jahr 2007 auf 38,9 Prozent im Jahr 2008. Genossenschaftsbanken verbesserten sich hingegen von 5 Prozent im Jahr 2007 auf 7,6 Prozent im Jahre 2008. Sparkassen legten von 10,9 Prozent auf 13,1 Prozent zu. Jahresendgeschäft hat gelitten Das eingeworbene Eigenkapital ist im vierten Quartal 2008 mit einem Anteil von 19,5 Prozent am Jahresgeschäft unter dem Ergebnis von 29,9 Prozent des Vorjahres geblieben. „Die Finanzkrise hat beim Jahresendgeschäft deutliche Spuren hinterlassen. Dennoch ist der Einbruch nicht so groß, wie mancher Initiator befürchtet hatte“, erläutert Knepel. Im historischen Langzeitvergleich nimmt die Bedeutung des Jahresendgeschäftes ohnehin ab. Lag der Umsatzanteil im Jahr 1998 in den Monaten November und Dezember noch bei 58,8 Prozent, fiel dieser Wert im Jahr 2007 auf 24,2 Prozent und im Jahr 2008 auf 21,8 Prozent.

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