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Korrektur bei 2023er-Zahlen Zahl der bkV-Versicherten erstmals über 2 Millionen

Mann am Computer mit Rückenschmerzen
Für Beschäftigte kann die betriebliche Krankenversicherung eine wertvolle Ergänzung in Sachen Gesundheitsvorsorge sein | Foto: Imago Images / INSADCO

Ende 2023 hatten 2,11 Millionen Personen eine betriebliche Kranken- oder Pflegeversicherung (bKV). Das geht aus jüngst vom PKV-Verband veröffentlichten Zahlen hervor. Das entspricht einem Zuwachs von 19,3 Prozent zum Vorjahr.

Noch deutlich höher ist das Wachstum bei den Unternehmen, die die bKV überhaupt nutzen. Ende des vergangenen Jahres boten 39.300 Arbeitgeber ihren Beschäftigten die Zusatzleistung an, ein Anstieg der Verbreitung um 41,9 Prozent. Gezählt werden dabei laut Verband nur die Arbeitgeber, die die Beiträge für ihre Mitarbeiter vollständig tragen. bKV-Angebote, bei denen die Beschäftigten einen Teil des Beitrags selbst leisten, werden nicht mitgezählt.

PKV-Verband muss sich deutlich korrigieren

Auffällig ist die starke Abweichung zu den am Jahresanfang präsentierten vorläufigen Daten zu 2023. Hier nannten die Lobbyisten nur 1,97 Millionen Versicherte und 36.900 Unternehmen. Bei den nun veröffentlichten Zahlen handelt es sich erneut um vorläufige Werte. Mit den endgültigen ist erst im Herbst zu rechnen. Ein Sprecher des Verbands erklärt das Phänomen so: „Zu diesem Zeitpunkt liegen noch nicht von allen PKV-Mitgliedsunternehmen die finalen Zahlen vor, so kann es zu den Abweichungen kommen.“

Durch die Gruppentarife, bei denen sich immer mehr das Modell von festen Jahresbudgets durchsetzt, kommen gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer in den Genuss zusätzlicher privater Leistungen. Dabei können Versicherte individuell aus einem zumeist großen Katlog von ambulanten und statiönären Leistungen oder auch Präventionsangbeoten auswählen. Die (bKV) als ergänzende Vorsorge wird seit 2020 vom Gesetzgeber durch steuerfreie Beiträge unterstützt.

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Umfrage zeigt hohen Stellenwert als Mitarbeiter-Benefit

Laut PKV-Verband zählen die Unternehmen – trotz der insgesamt noch geringen Verbreitung – das Angebot einer zusätzlichen Gesundheitsvorsorge zu den wichtigsten Zusatzleistungen für ihre Angestellten. Auch den Arbeitnehmern sei diese Form der Absicherung gegen Krankheitsrisiken oft wichtiger als andere Vergünstigungen des Arbeitgebers.

Laut einer Civey-Umfrage vom November 2023 ist für rund 45 Prozent der Befragten eine bKV wichtiger als andere Firmen-Extras wie etwa Tickets für den Personennahverkehr oder Mobiltelefone. Für 32 Prozent gilt das nicht. Auch ist die bKV laut Befragung jedem vierten Arbeitnehmer wichtiger als eine Gehaltserhöhung. Besonders hoch ist die Zustimmung in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen.

PKV-Verbandsdirektor Florian Reuther sagt: „Das weiterhin hohe Wachstum in der betrieblichen Krankenversicherung belegt ihre gestiegene Bedeutung für die deutsche Wirtschaft, um den anhaltenden Fachkräftemangel zu begegnen. Das Erfolgsmodell der betrieblichen Vorsorge bietet sich auch zur besseren Absicherung des Pflegerisikos an – als ergänzende Säule zur gesetzlichen Pflegeversicherung. Solche nachhaltigen Vorsorge-Lösungen werden in unserer alternden Gesellschaft immer wichtiger.“ 

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