Betriebsbedingte Kündigungen bei Lloyd Fonds

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Die Lloyd Fonds Gruppe baut 15 Prozent ihrer Mitarbeiter ab. 28 Mitarbeiter quer durch alle Abteilungen müssen in den nächsten Monaten mit einer betriebsbedingten Kündigung rechnen. Die Finanzmarktkrise habe den bereits eingeleiteten Umbau der Organisation des Fondshauses beschleunigt, teilte Lloyd Fonds heute mit.

Während der zweiköpfige Vorstand vom Personalabbau unberührt bleibt, sind auch Abteilungsleiter von Kündigungen betroffen, bestätigte Investor-Relations-Sprecher Götz Schlegtendahl gegenüber DAS INVESTMENT.com. Der Großteil der Kündigungen werde bis Jahresende erfolgen. Mittels der neuen Organisationsstruktur soll schneller und flexibler auf die Bedürfnisse von Kunden und den sich verändernden Markt reagiert werden, wird Vorstandsvorsitzender Torsten Teichert zitiert.

Bisher wurden in vier Asset-Bereichen (Schiffe, Immobilien, Special Assets und Zweitmarktbeteiligungen) jeweils separat Akquisition, Konzeption und Management betrieben. Die neue Organisationsstruktur sieht vor, dass es eine gemeinsame Fondskonzeption für alle Anlageklassen sowie ein gemeinsames Fondsmanagement gibt. Nur die Akquisition wird noch in getrennten Teams durchgeführt. Dies solle aufgrund der sehr unterschiedlichen Marktsegmente auch weiterhin so bleiben, so Schlegtendahl.

Künftig wird Lloyd Fonds zudem viele bisher intern geleistete Aufgaben mit Hilfe externer Dienstleiter erledigen lassen. Das Unternehmen erwartet aus den Maßnahmen insgesamt Einsparungen in Höhe von 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Die Kosten der Umstrukturierung fallen in das laufende Geschäftsjahr. Für das Jahr 2009 geht die Lloyd Fonds Gruppe von durchschnittlich rund 120 fest beschäftigten Mitarbeitern aus. Die Personalkosten sollen dabei unter dem Niveau von 2007 liegen.

Wie viele Emissionshäuser sieht sich Lloyd Fonds aufgrund der Finanzmarktkrise mit einer rückläufigen Fondsnachfrage konfrontiert. Zuletzt erwartete das Emissionshaus ein positives Ergebnis im niedrigen einstelligen Millionenbereich.

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