Junge Menschen wünschen sich Unterstützung bei der Altersvorsorge. Das sollten Arbeitgeber laut Fidelity International nutzen, denn „im Kampf um Talente werden zukunftsfähige Programme zum betrieblichen Vermögensaufbau ein wichtiges Differenzierungsmerkmal sein.“ | © Tim Gouw

Betriebsrente bevorzugt

Junge Berufstätige finden Altersvorsorge zu kompliziert

An die eigene Altersvorsorge haben 16 Prozent der 20- bis 34-Jährigen noch keinen Gedanken verschwendet. Das zeigt eine repräsentative Online-Umfrage durch die Marktforscher von Ipsos in Deutschland. Im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International befragten sie etwa im August insgesamt 2.400 Personen, die selbst oder deren Ehepartner in Voll- oder Teilzeit beschäftigt sind.

Demnach wünschen sich 57 Prozent der Teilnehmer im Alter zwischen 20 und 34 Jahren, dass ihr Arbeitgeber automatisch einen Teil ihres Gehalts in eine betriebliche Altersversorgung (bAV) investiert. Weitere 23 Prozent dieser Altersgruppe haben zwar schon einmal über ihre Finanzen im Ruhestand nachgedacht. Sie haben allerdings noch keinen konkret dokumentierten Plan in der Schublade.

Junge Berufstätige suchen Unterstützung

Christof Quiring, Fidelity International

58 Prozent der 20- bis 34-Jährigen gaben an, die Altersvorsorge sei zu kompliziert, um sie allein zu erledigen. Daher wünschen sich junge Berufstätige Unterstützung: 38 Prozent sind der Ansicht, der Arbeitgeber sollte alle Informationen zur Ruhestandsplanung leicht zugänglich machen. 36 Prozent fordern, dass die Ansprüche auf der Lohn- und Gehaltsabrechnung ausgewiesen werden sollten.

„Der Arbeitgeber spielt eine entscheidende Rolle bei der Altersvorsorge der Arbeitnehmer“, kommentiert Christof Quiring. „Bereits beim Einstieg in den Job sollten verschieden Vorsorgemöglichkeiten erläutert werden – dazu zählt die Betriebsrente ebenso wie etwa Beteiligungen der Arbeitnehmer an Unternehmen über Mitarbeiteraktien“, so der Fidelity-Bereichsleiter für betrieblichen Vermögensaufbau.

nach oben