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Die meisten Menschen stellen sich Buchhaltung wenig spannend vor: Wer einen Grund findet, warum jemand diesen Job liebt, kann bei der Zurich Versicherungsgruppe punkten. Quelle: Paul-Georg Meister  / Pixelio

Die meisten Menschen stellen sich Buchhaltung wenig spannend vor: Wer einen Grund findet, warum jemand diesen Job liebt, kann bei der Zurich Versicherungsgruppe punkten. Quelle: Paul-Georg Meister / Pixelio

Bewerbungsgespräche: „Warum liebt der Buchhalter seinen Job?“

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Warum haben Sie sich bei uns beworben? Was sind Ihre Stärken und Schwächen? Welches ist das erfolgreichste Projekt, das Sie in ihrer alten Firma auf die Beine gestellt haben – und welches Ihre größte Niederlage? Das sind die typischen Fragen in Vorstellungsgesprächen. Das Online-Portal „Finews.ch“ hat nun etwas ungewöhnlichere Fragen aufgelistet, die die großen Banken und Versicherungen ihren Bewerbern gestellt haben. DAS INVESTMENT.com stellt die kuriosesten vor.

Erklären Sie die derzeitige Krise“, bat ein Commerzbank-Personaler den Kandidaten für eine Stelle als Vertriebsanalyst. Hintergrund: Wer analytisches Denkvermögen besitzt, sollte komplizierte Sachverhalte verständlich darstellen können.

Die Frage der UBS an einen Bewerber für eine Stelle im Finance & Accounting „Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie einen Sondereffort leisten mussten, um ein Ergebnis zu erzielen?“ verfolgt gleich zwei Ziele. Zum einen will der Fragende herausfinden, wie leistungsbereit der Bewerber ist – und zum anderen signalisiert man dem Kandidaten, dass er in dieser Firma nicht ohne Anglizismen auskommt. Sonst hätte man die Stelle ja auch als Finanz- und Rechnungswesen ausschreiben können.

Doch die UBS geht noch weiter. „Junge Leute sind nicht mehr belastungsfähig. Was sagen Sie dazu?“ fragte das Finanzinstitut einen angehenden Projektleiter. Ein anderer UBS-Personaler wollte sogar wissen, ob ein Bewerber am Wocheneden anderen Beschäftigungen als Partys und Alkohol nachgeht.

Persönliche Fragen kommen auch bei J.P. Morgan vor. „Stellen Sie sich vor, Sie seien verheiratet, hätten zwei Kinder und würden aufgefordert, in ein anderes Land zu ziehen: Wie würden Sie Ihre Familie vom Umzug überzeugen?“, fragte ein Personaler einen angehenden Investmentbanker. Wer sich in seiner Heimat wohl fühlt und für den Job nicht umziehen würde, sollte an dieser Stelle seine Bewerbung nochmal überdenken.

Auch folgenden Frage der Zurich Versicherungsgruppe könnte eine wichtige Information über das Unternehmen enthalten. „Was würden Sie tun, wenn Sie in einem Team arbeiten müssten, das nicht mit Ihnen zusammenarbeitet?“ fragte der Personaler einen angehenden Pressesprecher.

Mit einer anderen Frage versuchte Zurich hingegen, mehr über die Motivation des Bewerbers herauszufinden. „Warum genau liebt jemand, der in der Buchhaltung arbeitet, seinen Job?“, fragte der Versicherer einen Kandidaten für die Finanzabteilung.

Bei anderen Fragen hingegen ist Schlagfertigkeit gefragt. „Wie viele Menschen in Amerika besitzen Tennisbälle?“ fragte Goldman Sachs bei der Besetzung einer Trainee-Stelle. Hier passt fast jede Antwort – außer dem verlegenen Schweigen. Denn der Gesprächspartner weiß die genaue Antwort mit Sicherheit auch nicht.


Hintergrundinfo: Die Fragen stammen laut „Finews.ch“ aus anonymen Postings der Bewerber, die sie auf Karriere-Portalen veröffentlicht haben.

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