Unterricht in Kentani, Südafrika (Symbolbild): Für den neuen Blackrock-Fonds kommen auch Unternehmen infrage, die den Zugang zu Bildung verbessern. | © imago images / Greatstock / Graham Lacy Foto: imago images / Greatstock / Graham Lacy

Bildung, Gesundheit, Umwelt

Blackrock startet Fonds, der was verändern soll

Die Fondsgesellschaft Blackrock hat mit dem Blackrock Global Impact (ISIN: IE00BL5H0Y66) einen neuen aktiv gemanagten Aktienfonds aufgelegt. Er soll durch einen Impact-Ansatz messbare Ergebnisse im Hinblick auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (United Nations Sustainable Development Goals – kurz SDGs) erzielen. Anleger sollen damit in Unternehmen einsteigen können, die die großen Probleme der Welt lösen wollen.

Das Portfolio besteht aus Unternehmen, die die von Blackrock selbst festgelegten Impact-Themen abdecken. Dazu gehören verstärkter Zugang zu hochwertiger Bildung, bezahlbarer Wohnraum, Innovationen im Gesundheitswesen, die bei gesellschaftlichen Problemen wie der aktuellen Covid-19-Pandemie helfen, bessere Zugänge zu Finanz- und Digitalwesen, Bekämpfung des Klimawandels, Beseitigen von Umweltschäden und effizienter Wasserverbrauch beziehungsweise -einsatz. Drei Kriterien gelten hierbei:

  • Wesentlichkeit – die Mehrheit der Umsätze oder geschäftlichen Aktivitäten zahlen auf mindestens eines der SDGs ein
  • Ergänzung – neue Technologie oder Innovation, die einer unterprivilegierten Bevölkerungsgruppe zugutekommt oder in einem bislang unerschlossenen Markt greift
  • Messbarkeit – der Impact ist messbar

Verantwortlich ist das hauseigene Team für aktive Impact-Fonds. Es wurde erst kürzlich gegründet und steht unter der Leitung von Eric Rice, der im Oktober 2019 zum Unternehmen kam. Rice managte zuletzt zwar ausschließlich Impact-Strategien. Zuvor war er aber als Entwicklungsökonom für die Weltbank tätig und arbeitete als US-Diplomat in Ruanda.

Eine finanzielle Rendite soll natürlich auch herausspringen. Der Fonds soll den Aktienindex MSCI All Country World Index (ACWI) langfristig schlagen. Das Team hält die Zahl der im Portfolio enthaltenen Unternehmen gering und will die Aktien möglichst lange halten. Dialoge und Partnerschaften mit den Unternehmen im Portfolio sollen zu besseren Impact-Ergebnissen beitragen, neben einer langfristigen Wertschöpfung.

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