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Billig-Schmuck und Sonnenschein: Die 50 besten deutschen Aktien

Quelle: Bijou Brigitte
Quelle: Bijou Brigitte
 Solaranlagen, Modeschmuck, Sportartikel, Düngemittel oder technische Schmierstoffe: Die Spitzenreiter in diesen Branchen haben in den vergangenen zehn Jahren eine Performance von mehr als 1.000 Prozent erzielt. Wer vor der Jahrtausendwende 1.000 Euro in Aktien von Solar World investierte, steht nun mit 19.140 Euro da. Wer die gleiche Summe in Aktien des Hamburger Modeschmuck-Herstellers Bijou Brigitte steckte, kann sich auf Zehn-Jahres-Sicht über stattliche 14.810 Euro freuen – trotz des signifikanten Rückgangs des Aktienkurses von 2006 bis 2008.
Aktionäre des bayerischen Sportartikelherstellers Puma bekämen nach zehn Jahren 13.800 Euro, des hessischen Düngemittelherstellers K+S 11.050 Euro. Wer vor einer Dekade auf Fuchs Petrolub, der im Bereich technischer Schmierstoffe tätig ist, setzte, bekäme von seinen ursprünglichen 1.000 Euro nun 11.480 zurück. Das ergab eine Analyse des Forschungsunternehmens SRH Alster Research, die im  Auftrag der Börsen Hamburg und Hannover durchgeführt wurde. Bankaktien bleiben außen vor Auch Versicherungen sowie Konzerne aus der Automobilbranche sind in der Top-50-Liste der Forscher vertreten. Düster sah es in den letzten zehn Jahren hingegen bei den Finanztiteln aus: Keine einzige Bankaktie findet sich auf der Top-Performer-Liste wieder. Darüber hinaus fällt die starke Performance mittelgroßer Gesellschaften auf. So stammen 17 der 50 leistungsstärkster Papiere aus dem aktuellen M-Dax, gefolgt von 13 aktuellen Dax-Werten. „Die Dax-Titel finden sich hauptsächlich im unteren Mittelfeld wieder, was angesichts der negativen DAX-Performance in den letzten zehn Jahren nicht überrascht“, so die Forscher. Acht Top-Titel – darunter auch Zweitplatzierte Bijou Brigitte – sind indes aktuell in keinem großen deutschen Börsenindex gelistet. „Es lohnt sich also, auch abseits der ausgetretenen Pfade nach chancenreichen Aktien zu schauen", erklärt Oliver Drebing von der SRH Alster Research.

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