Redaktion
TopThemen
Fonds
Fondsvergleich Märkte Finanzberatung
Versicherungen
Boulevard
Experten
Denker der Wirtschaft
Krypto
Services
Academy Newsletter
Das Hamburger Rathaus: In der Hansestadt müssen Immobilienkäufer bis zu 15.982 Euro pro Quadratmeter zahlen. | © Getty Images

Bis 15.982 Euro pro Quadratmeter Banken finden Immobilienpreise viel zu hoch

Steigende Medianpreise in Berlin, sinkende in Dresden; Maximalpreise für Eigentumswohnungen von 6.021 Euro pro Quadratmeter in Hannover bis 15.982 Euro pro Quadratmeter in Hamburg – der Immobilienmarkt im Norden und Osten zeigt sich uneinheitlich. Eins haben diese Metropolregionen aber alle gemein: Die Indexwerte, die die tatsächliche Preisentwicklung anzeigen, klettern überall auf neue Höchststände.

Hamburg: Hoher Kaufpreis trifft niedrigen Beleihungswert

Ein Plus von 148 Euro pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen und 212 Euro pro Quadratmeter für Häuser: Im Vergleich zum Vorjahresquartal sind die durchschnittlich gezahlten Quadratmeterpreise für Hamburger Immobilien deutlich gestiegen.

Durch die historisch niedrigen Zinsen erweitert sich der Spielraum für Immobilienkäufer zwar, dennoch bleibt die Finanzierung der eigenen vier Wände eine Herausforderung, wie Frank Lösche, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Hamburg, in der Praxis erlebt: „Banken melden uns immer häufiger zurück, dass sie die Höhe des Kaufpreises nicht nachvollziehen können und setzen den nachhaltigen Wert der Immobilie geringer an. Das verschlechtert für die Kreditnehmer den Beleihungsauslauf.“ Das bedeutet: Je weiter der Kaufpreis und die Bewertung der Bank auseinanderklaffen, desto mehr Eigenkapital müssen Käufer gegebenenfalls bei der Finanzierung einbringen.

Bei aktuellen Kaufpreisen von bis zu 15.982 Euro pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen und 10.531 Euro pro Quadratmeter für ein Eigenheim wird das Eigenkapital vieler Immobilieninteressenten in der Hansestadt allerdings bereits durch die Kaufnebenkosten aufgebraucht. Eine Möglichkeit, die Wunschimmobilie dennoch zu finanzieren, bietet eine 100-Prozent-Finanzierung – sofern eine überdurchschnittlich gute Bonität vorhanden ist.

Damit sich eine solche Finanzierung nicht durch Zinsaufschläge der Bank verteuert, rät Spezialist Frank Lösche dazu, Förderdarlehen als Eigenkapitalersatz einzubringen: „Lassen Darlehensnehmer einen Teil der Finanzierung mit einem Förderdarlehen der KfW nachrangig über die Hamburgische Investitions- und Förderbank oder die Investitionsbank Schleswig-Holstein laufen, erreichen sie einen besseren Beleihungsauslauf beim Hauptkredit und zahlen im besten Fall keinen Zinsaufschlag.“ 

nach oben