Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) mit Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) vor der Kabinettssitzung am Mittwoch: In der Sitzung wurde unter anderem die Erhöhung gesetzlicher Renten ab Juli beschlossen. | © imago images / Jens Schicke Foto: imago images / Jens Schicke

Bis zu 4,2 Prozent

Bundeskabinett billigt Rentenerhöhungen

Am Mittwoch beschloss das Bundeskabinett die sogenannte Rentenwertbestimmungsverordnung 2020. Damit stimmt die Bundesregierung einer Erhöhung der gesetzlichen Renten um 3,45 Prozent in West- und 4,2 Prozent in Ost-Deutschland zu. Das ist das stärkste Plus seit 2016.

Damit gleichen sich die Renten in den alten und den neuen Bundesländern weiter an. Der aktuelle Rentenwert Ost steigt von bisher 96,5 Prozent auf 97,2 Prozent des aktuellen Rentenwerts West.

Dieses Rentenplus ist hauptsächlich der guten Lohnentwicklung zu verdanken. In den alten Bundesländern betrug die Lohnsteigerung, die für die Rentenanpassung maßgeblich ist, 3,28 Prozent. In den neuen Ländern stiegen die Löhne sogar um 3,83 Prozent.

Das Rentenniveau – also das Verhältnis von Netto-Standardrente zu durchschnittlichem Netto-Arbeitseinkommen – liegt ab Juli bei 48,21 Prozent.

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