Party-Saal: Weil ihre Betriebsfeste zu teuer waren, müssen Krankenkassen-Chefs sie nun aus eigener Tasche bezahlen. Foto: Jörg Brinckheger/Pixelio

Party-Saal: Weil ihre Betriebsfeste zu teuer waren, müssen Krankenkassen-Chefs sie nun aus eigener Tasche bezahlen. Foto: Jörg Brinckheger/Pixelio

Bis zu 74.540 Euro Krankenkassen-Chefs müssen teure Betriebsfeste selbst bezahlen

Für ihre Betriebsfeste nahmen die Vorstände der gesetzlichen Krankenkasse Novitas BKK wiederholt mehr als 35.000 Euro in die Hand. Zu viel, entschieden das Bundesversicherungsamt (BVA) und das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen. Nun müssen die Krankenkassen-Chefs Ernst Butz und Reiner Geisler die Sause aus eigener Tasche bezahlen. Das berichtet die Bild-Zeitung.

Die erste teure Firmenparty fand bereits im Jahr 2009 statt und kostete 37.961 Euro. Das Bundesversicherungsamt (BVA) fand das unverhältnismäßig viel für eine Sozialversicherung und sprach eine Verwarnung an die Krankenkasse aus. Der Vorstand zeigte sich davon unbeeindruckt und richtete im darauffolgenden Jahr ein ähnlich teures Fest aus. Kostenpunkt: Knapp 36.580 Euro. 

Dann soll der Vorstand die Party auch selbst bezahlen, entschied das BVA und wies die Novitas an, ihre Kassen-Vorstände in Regress zu nehmen. Eine Klage der Krankenkasse gegen diese Entscheidung blieb vor dem Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen ohne Erfolg. Da das Gericht zudem laut Bild auch keine Revision gegen das Urteil zuließ, müssen die Vorstände wohl zahlen. Es geht dabei insgesamt um bis zu 74.540 Euro.

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