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„Bislang schwerste Schifffahrtskrise“: Lloyd Fonds reduziert Schiffspipeline

Das teilte das Emissionshaus heute mit. Das Pipeline-Volumen soll um 458,8 Millionen US-Dollar reduziert werden. Bei den acht Schiffen, die das Emissionshaus nicht abnehmen wird, handelt es sich um vier Massengutfrachter sowie vier Containerschiffe. Bei sechs Schiffen konnte eine Verschiebung der Ablieferung um ein bis zwei Jahre erreicht werden. Darüber hinaus verhandelt das Unternehmen über deutliche Kaufpreisreduktionen. „In der bislang schwersten Schifffahrtskrise kämpfen die Schifffahrtsmärkte mit massiven Überkapazitäten“, so Lloyd. Marktexperten gehen derzeit von über 500 beschäftigungslosen Containerschiffen aus. Schätzungen zufolge werden sich die Schifffahrtsmärkte erst ab dem Jahr 2012 langsam wieder erholen. Experten des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) gehen jedoch davon aus, dass rund 20 Prozent der Gesamtflotte voraussichtlich nicht zur Ablieferung kommen. „Schließt man von den Veränderungen in der Pipeline der Lloyd Fonds AG und der Aussage des ISL auf die Aktivitäten im Gesamtmarkt, kann von einem wesentlich früheren Eintritt des Marktgleichgewichtes ausgegangen werden“, erklärt Torsten Teichert, Vorstandsvorsitzender von Lloyd Fonds. Schließlich sei in den ursprünglichen Prognosen die aktuelle Reduzierung der bestellten Schiffe durch Marktteilnehmer noch nicht enthalten. „Es ist daher davon auszugehen, dass ein beachtlicher Anteil der weltweiten Orderpipeline gar nicht zur Ablieferung kommen wird“, sagt Teichert.

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