Die deutsche Fondsboutique Bit Capital expandiert in den Schweizer Markt. Das Berliner Unternehmen, das aktuell rund 1,7 Milliarden Euro verwaltet, will zunächst von Deutschland aus mit institutionellen Investoren und Family Offices in der Schweiz Geschäfte aufbauen.

„Die Schweiz ist ein attraktiver Markt“, sagte Marcel Oldenkott, CIO von Bit Capital, im Interview mit der Schweizer Handelszeitung. „Wir möchten unsere Fonds hier an den Markt bringen. Und vielleicht können wir hier auch spannende Investoren finden, die mit uns zusammen investieren wollen.“

Bit Capital erwägt Büro in Zürich

Besonders interessant sei die internationale Vernetzung der Schweizer Vermögensverwalter und Multi-Family-Offices mit Kunden aus Südamerika und Asien.

Eine physische Präsenz in der Schweiz ist vorerst nicht geplant. Die Betreuung soll zunächst aus der Ferne erfolgen, wobei regelmäßige Vor-Ort-Besuche durch das Management vorgesehen sind. „Natürlich werden wir regelmäßig hier sein, Jan Beckers und ich. Zudem vertreten uns lokale Partner“, sagte Oldenkott.

Ein Büro in Zürich werde aber mittelfristig in Betracht gezogen, sollten die Produkte am Markt erfolgreich sein.

Auch Talentsuche in der Schweiz

„Es gibt ein sehr, sehr gutes Ökosystem von Investoren, das wir in Berlin nicht haben“, führt Oldenkott die Gründe für die Expansion in die Schweiz aus. „Eventuell findet Bit Capital hier auch Talente, die man an Bord holen kann. Zudem ist Zürich eine sehr lebenswerte Stadt.

Das Privatkundengeschäft in der Schweiz will Bit Capital erst in einer späteren Phase aufbauen. Als Grund nennt Oldenkott die unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen zwischen der EU und der Schweiz.

Der Zeitpunkt für die Expansion erscheint gut gewählt: Der Flaggschiff-Fonds Bit Global Leaders erzielte 2024 mit 70,4 Prozent die beste Performance unter allen aktiv gemanagten Fonds in Europa.