Bitcoin-Automat in China: Bei Krypto-Investitionen gilt es, auf die richtige digitale Währung zu setzen, sagt Fundamental-Capital-Geschäftsführer Uwe Zimmer. | © Getty Images

Bitcoin und Co

Bei Kryptowährungen auf das Schwergewicht setzen

Seit Jahresanfang sind die meisten Kryptowährungen im Plus. Der Bitcoin hat rund 120 Prozent zugelegt. 120 Prozent sind ein Wert, der so gut wie alle anderen Anlagen in den Schatten stellt. Binance Coin mit plus 224 Prozent oder auch Chainlink mit einem Plus von gleich 841 Prozent stechen noch heraus, dann aber wird es unter den einigermaßen großen Währungen, die eine Milliarde US-Dollar an Marktkapitalisierung schaffen oder zumindest in die Nähe kommen, schon weniger ergiebig.

Litecoin schaffte ein Plus von fast 80 Prozent, Bitcoin Cash und Bitcoin SV als Ableger des Bitcoin liegen mit plus 55 und plus 29 Prozent gut im Rennen, Ethereum schaffte gut 28 Prozent. Eos mit 26 Prozent und Monero mit 25 Prozent performten noch sehr zufriedenstellend, Tron mit minus acht und Ripple mit einem Minus von rund 30 Prozent bilden die Schlusslichter der Gruppe der Großen.

Aber was heißt das für Anleger? Auf die richtigen Währungen zu setzen heißt eigentlich auf Bitcoin setzen. Zwar gibt es unter den vielen tausenden alternativen Coins auch einige, die noch deutlich besser abgeschnitten haben als Bitcoin. Eine echte Relevanz und eine echte Liquidität aber weisen all diese Währungen nicht auf. Deshalb gilt die Regel: auf Schwergewichte setzen bei Investitionen in Kryptowährungen, am besten auf das Schwergewicht schlechthin.

Fast zwei Drittel der gesamten Marktkapitalisierung der Kryptowährungen liegt im Bitcoin, rund 151 Milliarden US-Dollar sind die rund 18 Millionen bislang geschürften Bitcoin wert. Ethereum als zweitgrößte Währung kommt gerade einmal auf rund 20 Milliarden an Marktkapitalisierung.

An diesen Größenordnungen wird sich so schnell auch nichts ändern. Bitcoin war die Nummer eins und wird es auch auf absehbare Zeit bleiben. Wenn also die Anlageklasse Kryptowährung wieder in den Blick der Anleger rückt, fließt das Geld zu einem Großteil in Bitcoin. Und das bedeutet: steigende Kurse. Angesichts der Performance in diesem Jahr könnten Kryptowährungen also durchaus interessant erscheinen. Zu berücksichtigen ist dabei aber immer das doch hohe bis sehr hohe Risiko, dass mit einem Investment in diesen Bereich verbunden ist.


Über den Autor:
Uwe Zimmer ist Geschäftsführer von Fundamental Capital in Köln.

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