Bitcoins

Viele schlechte Nachrichten für die Bitcoin-Branche

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Wie die „Financial Times“ mitteilt, wurde die Chefin einer Börse für die Kryptowährung Bitcoin tot in ihrer Wohnung in Singapur aufgefunden. Die Polizei in Singapur, die den Leichnam bereits am 26. Februar fand, ermittelt nun im Todesfall der 28-jährigen Autumn Radtke.  

Bereits bekannt ist, dass die US-Amerikanerin, die seit 2012 Chefin des Unternehmens First Meta Exchange in Singapur war, keines natürlichen Todes starb. Anzeichen eines Verbrechens waren jedoch auch nicht zu erkennen.

Wie die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ heute Morgen außerdem berichtet, musste Flexcoin, eine Bitcoin-Bank in Kanada, nach dem Diebstahl von 896 Einheiten der Internetwährung schließen. Das entspricht rund 430.000 Euro, die nun nicht mehr an ihre Besitzer zurück fließen werden.

Flexcoin ist das zweite Bitcoin-Währungsinstitut innerhalb kürzester Zeit, das schließen musste. Schon vergangene Woche hatte die Mt. Gox, einst die größte Bitcoin-Bank der Welt, Insolvenz angemeldet, nachdem Hacker dort 750.000 Bitcoins gestohlen hatten.

Nach dem zweiten Bitcoin-Skandal in den vergangenen Tagen verfestigen sich jetzt die Bedenken über die virtuelle Währung.

Bitcoins werden bisher nicht von einer Zentralbank gesteuert und unterliegen damit auch keiner regulierenden Behörde. Nun sollen dem Handel mit der Kryptowährung möglicherweise härtere Regeln auferlegt werden. Sowohl die USA als auch die europäische Bankenautorität wollen die Aufsicht über virtuelle Währungen verstärken.

Schon seit Erfindung der Währung 2009 wird der Handel mit Bitcoins und anderen alternativen Währungen kontrovers diskutiert. Als Vorteile wurden immer der direkte Handel der Nutzer ohne den Umweg über eine Bank sowie die Anonymität genannt.

Gegner der Währungen sehen ein Problem in ihrer Legitimität und in der möglichen Nutzung von Internetwährungen für illegale Zwecke. Außerdem machen die schnellen Wechselkursschwankungen den Handel mit Bitcoins undurchsichtig.

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